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17.1.2012
2012 - wieder ein neues Jahr mit neuen Zielen. Der Formaufbau wird etwas anders gestaltet sein. So werde ich versuchen im Frühjahr etwas mehr auf dem Rad zu machen und hoffe, dass bis dahin auch meine Schwimmleistung erheblich besser ist als in den Vorjahren (was eigentlich nicht schwer sein dürfte, könnte man meinen).
Fixpunkte bei den Wettkämpfen sind der Heidelberger Halbmarathon, Ironman Frankfurt und der Römerman in Ladenburg.
Zum Ironman: Oft werde ich gefragt, warum ich an keinem anderen Ironman teilnehme. Eigentlich ganz einfach: Zeit und Geld.
Würde ich einen anderen Ironman (außer Zürich, Klagenfurt, Regensburg) machen, ist dies in der Regel zu einem früheren Zeitpunkt. Folglich müsste der gesamte Trainingsaufbau früher stattfinden. Aufgrund unserer Jahreszeiten in Deutschland, müsste ich dann auch mindestens ein Trainingslager im Winter (ca. 2 Wochen) einplanen. Das hieße 2 Wochen Urlaub u. finanzielle Ausgaben. Hinzu kommt die Reise zum Wettkampf - was wieder Urlaub u. Kosten verursacht.
Möchte ich dann noch einen privaten Erholungsurlaub (so heißt das wirklich für Arbeitnehmer) einfügen sowie einen Hawaii Start realisieren, dann bedeutet dies wieder, na ja ihr wisst schon .... und Hawaii ist mit Vorbereitung, Reise, Aufenthalt und Start auch kein Geschenk, was einfach so vom Himmel fällt.
Wie ihr seht, soviel Urlaub habe ich gar nicht, um all diese Bedürfnisse zu befriedigen. Infolgedessen bin ich auf den bestmöglichen Kompromiss angewiesen. Das ist eben mit Frankfurt der Fall. Kurze Wege, keine lange Anreise, geringere Kosten, ich muss keinen Urlaub einplanen, keine Akklimatisierung erforderlich, kein Jetlag, verkürzte Regenerationszeit usw.
Aber wer weiss, was in der Zukunft alles passiert. Sag niemals nie....
13.12.2011
Winterzeit - Trainingszeit ?
Bisher hat sich der Winter ja eher von seiner angenehmen Seite gezeigt und bis auf etwas Regen sind die Temperaturen doch noch angenehm. Trotzdem bin ich gerüstet für kältere Tage - vor allem was das Radtraining anbelangt. Da ich momentan doch wenig Lust zum Laufen habe, fahre ich eben hauptsächlich Rad; mit dem Crosser (zur Arbeit), etwas Spinning und MTB am Wochenende. Macht richtig Spaß, auch wenn es mal leicht regnet (selbst für mich Schönwetterfahrer) und ich kann während den kurzen Ausfahrten (ca. 1- 2 h) so richtig Gas geben, so dass meine Schnelligkeit u. Fitness zurzeit richtig gut ist. Manchmal fühle ich mich an meine MTB Zeit zurückversetzt - 1 h Vollgas; ständig mit Laktatüberschuss in den Beinen, gerade wenn Du anfängst Dich wieder etwas zu erholen folgt die nächste Rampe...mit Highspeed. Die Grundlagenausdauer stellen wir mal hinten an J.
An dieser Stelle auch großen Dank an Micha (Wagner) und sein Team sowie an Scott, die mir es ermöglichen, dass ich für den Winter mit Top-Material ausgestattet bin.
Dazu noch mein Schwimmtraining, bei dem ich Dank Erica so langsam Fortschritte mache. Auch wenn es nicht gerade einfach ist, wenn man jahrelang nicht mit dem Wasser befreundet war.
Grüße
Matze
3.11.2011
Ich genieße noch die Saisonpause, wobei ich natürlich schon etwas Sport mache. Dies entscheide ich aber nach Lust und Laune ohne dabei einem bestimmten Trainingskonzept oder Plan zu folgen. So spiele ich z.B. 1x die Woche Hallenfussball und fahre regelmäßig Spinning. Beides macht mir momentan Spaß und es passt zu dem bevorstehenden Winter und der früher einbrechenden Dunkelheit. Der Winter ist noch lang genug und ich werde mich etwas zügeln müssen, dass ich nicht zu früh in Form komme, so dass ich bei den Saisonhöhepunkten 2012 wieder in Topform sein werde. Nur so viel vorab, ich plane mein Training etwas zu ändern, denn nur durch neue Trainingsreize kann mein Körper auch noch Leistungszuwächse erzielen. Das bezieht sich nicht nur auf das Schwimmen, sondern auch auf das Laufen und Radfahren, sowie allgemeines Ausdauer-, Kraft- und Schnelligkeitstraining und die dazugehörigen Mischformen. Schließlich gilt es aus der mir zustehenden (begrenzten)Trainingszeit das Maximale herauszuholen, da ich an der Umfangsschraube als Berufstätiger wenig ändern kann.
24.10.2011 Zeitungsartikel
18.10.2011 Bilder aus Hawaii 2011

10.10.2011 (Hawaii)
Jetzt ist Hawaii 2011 auch wieder Geschichte. Was soll ich sagen? - Es fällt mir schwer den Wettkampf - die Gefühle, die Empfindungen, die Erwartungen - kurz gesagt, all das was man physisch und psychisch erlebt in Worte zu fassen. Trotzdem versuche ich Euch einen kurzen Einblick zu geben.
Mein Bodymarking, meine Chiperfassung und das übliche Prozedere (Fahrradcheck, Laufräder aufpumpen, etc.) vor dem Start verlief problemlos und relativ, entspannt - da hatte ich schon andere Erlebnisse, was die letzten 2 h. vor Rennstart betrifft.
Zur Renntaktik - ;.-):
Ich wollte als schlechter Schwimmer nicht zu hektisch starten und ordnete mich daher nicht in den vorderen Schwimmreihen ein. Schließlich sind hier die Weltmeisterschaften, so war mir klar, dass ich verhältnismäßig noch weiter hinten nach dem Schwimmen sein werde, als bei einem anderen Ironman.
Leider ging nach ca. der Hälfte der Strecke der Zipper des Reisverschlusses auf dem Rücken meines Anzugs auf, so dass ich anhalten musste, um den Anzug in Position zu bringen u. in zu schließen. Dabei zog ich den Anzug so weit hoch, damit der Reisverschluss sich nicht mehr durch die Spannung im Oberkörper öffnen kann. Hierdurch hatte ich kurze Zeit später zunehmende Druckschmerzen im Schrittbereich - Autsch :-). Da musste ich eben jetzt durch. Ohne deswegen in größere Hektik zu verfallen.
alles in allem wäre beim Schwimmen schon noch 2-3 Minuten drin gewesen.
Beim Radfahren kam ich schnell in meinen Rhythmus und war ich auch etwas überrascht, dass ich ohne größere Kraftreserven zu vergeuden so viele Plätze gut gemacht habe. Denn ich habe mich schon etwas zurückgehalten, da in Kona das Laufen alles über eine gute Zeit entscheidet. Nach Hawi hoch Richtung Wendepunkt, bekommt man als Athlet einen guten Blick auf das Renngeschehen u. kann seine eigene Position abschätzen So erkannte ich relativ schnell, dass ich trotz meiner ständigen Überholvorgänge, doch noch nicht weiter vorne lag.
Jetzt nur nicht überzocken u. den Radpart konstant zu Ende fahren - zumal auf dem Rückweg meistens Gegenwind herrscht.
Mental ist es natürlich aufbauend, wenn man fast nur auf der Überholspur fährt. Gleichzeitig besteht dann aber die Gefahr zu hart zu fahren. Es gelang mir aber ganz gut mich unter Kontrolle zu halten, - ich wusste, dass das Rennen im Laufen noch hart genug werden kann.
Du bist der gnadenlosen Sonne u. Hitze um die Mittagszeit ausgesetzt - nirgendwo Schatten und auf dem Highway geht es dann auch fast nur langgezogene Geraden rauf und runter. Zum Wendepunkt hin im Natural Energy Lab siehst du vor Hitze den Asphalt flimmern u. man kommt sich vor wie in der Wüste. Der Schädel brummt von der Hitze und die Meilen zwischen den Verpflegungsständen kommen einem viel zu lange vor.
Daher wusste ich, dass ich mit meinen Kräften einigermaßen haushalten musste, um noch einen sub 3 h Marathon zu laufen.
Welche Gedanken einem hier durch den Kopf gehen, wenn die Hitze den Körper auslaugt und zu den üblichen Ermüdungserscheinungen auch noch die Psyche auf eine harte Bewährungsprobe gestellt wird - hierfür könnte ich ein eigenes Kapitel schreiben. Nur so viel - ich sagte mir ständig - Aufgeben ist leicht - ich muss nur irgendwie weiterlaufen auch wenn ich langsamer werde. Auch die anderen werden leiden und haben Probleme - also nicht jammern und weiterlaufen - einfach weiter.
Als ich dann endlich wieder aus dem Natural Energy Lab abbog und auf dem Rückweg nach Kona war, kam auch etwas Erleichterung auf - Nur noch 6 Meilen - hey, nur noch 6 Meilen weniger wie 45 Minuten. Du bist in Hawaii! - lauf weiter! - Bei Meile 22/23 kamen 3 Athleten zu mir aufgelaufen - da bekam ich nochmals einen Schub, ich sagte mir, nur noch 3 Meilen - hey, jetzt kannst Du nochmal alles geben, jetzt lass Dich nicht mehr überholen - es sind noch weniger wie 20 Minuten zu laufen !
Es ist schon faszinierend wie in solchen Situationen der Geist über den Körper bestimmen kann - so gelang es mir tatsächlich meinen Hänger im 2. Drittel des Marathons zu überwinden und die letzten Meilen wieder etwas schneller zu laufen, so dass ich noch einige Plätze gut machen konnte.
Als es dann zum letzten Mal auf dem Highway hochging, bevor die Abzweigung Palani Road kommt - konnte ich unsere Gruppe sprengen und ich spürte die was weiss ich wievielte Luft. An der Abzweigung angekommen, ließ ich es die Palani Road hinunter nach Kona so richtig ,laufen` - die Schleife im Ort bevor es zum Alii Drive auf die Zielgerade ging war sensationell - ich sah auf die Uhr und bemerkte, dass ich eine deutliche persönliche Hawaiibestzeit schaffe - und noch einen sub 3 h Marathon.
Unter die Top 100 auf Hawaii zu kommen, war zwar schon mal ein Ziel, aber aufgrund der o.g. Schwierigkeiten schwer zu planen. Ebenso das Ranking in der Altersklasse - Natürlich wäre ich hier gerne unter den Top 5 gelandet - in den Vorjahren hätte meine Zeit auch gereicht. Das Niveau wird jedoch immer besser - auch bei den Amateuren. Das neue Pro-Ranking (Punktesystem) tut sein übriges.
Ich bin jedoch darauf vorbereitet und weiss, dass ich es schaffen kann - Meine Leistung hier hat mich darin bestätigt. Daher bin ich gewappnet und zuversichtlich :-).
Viele Grüße & bis Bald (mit näheren Details)
08.10.2011 (Hawaii)
Ergebnis Ironman Hawaii
Alterklasse: Rang 12
Gesamt: Rang 75
Einzelergebnisse
| Swim: | 1:15:08 |
| Bike: | 4:50:49 |
| Run: | 2:59:09 |
| Overall: | 9:11:50 |
Video mit Mathias Pfähler
(nach ca. der Hälfte des Videos ist Mathias beim Zieleinlauf zu sehen)
07.10.2011 (Hawaii)
Das offizielle Carboloading des Veranstalters ist vorüber. Es gab wieder leckeres Essen (nicht nur Nudeln) um die Kohlenhydratspeicher aufzufüllen. Nach einem letzten Schwimmen am Pier u. einer einstündigen Radausfahrt ist mein Tapering soweit abgeschlossen. Morgen bewege ich mich nur noch zum Bike Check-in u. werde ansonsten versuchen möglichst wenig auf den Beinen zu sein. In Hawaii wird es schwer mit Rennprognosen u. Zeitvorgaben, da es von so vielen Faktoren abhängen kann, wie bei keinem anderen Wettkampf.
Ein kleines Beispiel hierzu vom Carboloading: Zunächst bei schwül heißen 35 Grad - innerhalb von wenigen Minuten kam ein heftiger Regenschauer hernieder, der dazu führte, dass wir alle fluchtartig unsere Sitzplätze (Die Veranstaltung ist zu 90 % im Freien) verließen u. Unterschlupf im KingKam Hotel suchten.
So schnell wie hier das Wetter umschlagen kann, ist auch der Wettkampf unberechenbar - Trotzdem bin ich sehr zuversichtlich ein gutes Rennen abzuliefern. Ich freue mich auf den Start.
04.10.2011 (Hawaii)
So langsam rückt der Raceday (Sa. 8.10) immer näher und in Kona kehrt die besondere Stimmung ein, wie jedes Jahr seit ich hier teilnehme. Es sind immer mehr Athleten in dem kleinen Städtchen. Kona im Ausnahmezustand. Viel ist sicherlich schon erzählt und geschrieben worden über den Ironman in Hawaii - sicher ist jedoch nur eines. Wer mal die Gelegenheit hat, sollte sich ein eigenes Bild davon machen und die Atmosphäre aufsaugen. Erst dann kann wirklich beurteilt werden, ob es in einem selbst den Hawaiispirit auslöst oder nicht. Daher gibt es kein objektives Urteil über Hawaii , den Ironman o.ä.
Für mich ist es der härteste aber auch zugleich schönste Wettkampf - auch wenn ich am Samstag leiden sollte - aber das wird hier sowieso fast jeder, egal mit welcher Zeit.
Ich bin jedenfalls froh hier zu sein!
Mahalo und bis bald
18.9.2011
Gelungener Trainingswettkampf - Sieg mit Streckenrekord!
Nun Beim gestrigen Sprinttriathlon in Dossenheim habe ich zum 2. mal gewinnen können.
Bis vor einigen Tagen war ich unsicher, ob ich starte, da ich eigentlich für das Wochenende samstags eine lange Koppeleinheit und sonntags einen langen Lauf plante.
Kurzfristig entschloss ich mich an meinem Heimattriathlon vor der Haustür teilzunehmen, um eine kurze, schnelle Einheit unter Wettkampfbedingungen zu absolvieren.
War auch gut so - für mich als Langdistanzler eine willkommene Abwechslung und ich konnte mein Wettkampfmaterial testen.
Auch wenn ich diesen Wettkampf aus vollem Training heraus absolvierte und es natürlich etwas an Spritzigkeit und Erholung fehlte, so ist es doch eine gute Standortbestimmung, wenn man sich dem bewusst ist.
So wusste ich, dass ich nicht top ausgeruht am Start stehe - trotzdem wollte ich natürlich Vollgas geben. Dies gelang mir auch ganz gut und ich konnte ca. 1 h intensiv durchpowern - auch wenn ich auf der Radstrecke kurzfristig etwas ausgebremst wurde als ein Traktor vor mir fuhr - aber das ist ja gerade auch das schöne und familiäre an dem Sprint in Dossenheim. Es ist ein gutes Radintervalltraing, da man im Neuenheimer Feld durch die eckige Strecke immer wieder das Anbremsen hat und danach wieder die harten Antritte hat um Geschwindigkeit aufzunehmen. Gegen Ende merkte ich, dass ich meine eigene Streckenbestzeit verbessern kann, vorausgesetzt ich nehme beim Laufen auf den letzten Metern nicht raus. Also doch noch mal auf die Zähne beißen die letzten 2 km. Nach 58:20 min konnte ich im Dossenheimer Stadion ins Ziel einlaufen.
Ein großes Lob und Dank an die Veranstalter der TSG Dossenheim. Es war wieder ein schöner und gut organisierter Wettkampf mit leckerer Verpflegung im Zielbereich - besser als auf manch größerer Veranstaltung.
Porträt
Ich bin seit 2003 passionierter Triathlet. Zu meinen Stärken gehören Ausdauer, Belastbarkeit, Ehrgeiz, Siegeswillen... More...
Wettkämpfe
- 10.04 Heidelberger Halbmarathon
- 29.05 TriStar 111 Worms
- 12.06 Maxdorf Mitteldistanz (RNTC)
- 26.06 Sprinttriathlon Lampertheim
- 24.07 IM Frankfurt
- 04.09 Sprinttriathlon Eberbach
- 18.09 Duathlon Beerfelden
- 08.10 Ironman Hawaii


