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2012
15.5.2012
Mannheimer Halbmarathon - Training - Race - Day
Kurzfristig habe ich mich entschlossen am Samstag (12.5.2012) ein harte Koppeleinheit zu absolvieren.
So meldete ich mich am Samstag morgen beim Mannheimer Halbmarathon an. Die Laufsachen und die Startunterlagen deponierte ich dann gleich bei Christian, einem Bekannten, der ca. 1 km vom Wasserturm (Start u. Ziel) entfernt wohnt.
Zurück in Dossenheim machte ich mich fertig für die Radausfahrt. Schnell nach Weinheim geheizt zu Radsport Micha Wagner, um Sebastian abzuholen, der ebenfalls die Koppeleinheit mitmachte. Als kleine Gruppe mit 4 weiteren Radfahrern fuhren wir über den Odenwald runter ins Neckartal nach Hirschhorn über Heidelberg, Ladenburg nach Mannheim. Geplant waren 4 h im GA 1 Bereich. Nicht immer einfach für mich, denn gerade wenn es wellig oder berghoch geht, gebe ich doch lieber etwas mehr Gas. Hier leistet aber eine Wattmessung gute Unterstützung - mittlerweile orientiere ich mich auch mehr daran, als an irgendwelchen Pulswerten.
Von der Kreidacher Höhe hinunter nach Hirschhorn konnte ich es mir dann doch nicht nehmen lassen etwas schneller zu fahren und meine Wattmessung sollt vorne immer eine 3 stehen haben ;.). In der Ebene fuhren wird dann aber wohl dosiert.
In Mannheim angelangt, fuhren wir noch einen Teil der Halbmarathonstrecke ab. So konnte ich sie wenigstens kennenlernen und wir merkten sofort wie die Windverhältnisse waren - Zum Anfang aus Mannheim heraus mit Rückenwind, zurück ab Km 11 bis ca. km 17/18 mit Gegenwind.
Nach einem kurzen Stopp in unserer ,Wechselzone` bei Christian hatte ich 112 km auf dem Tacho knapp 3,5 h. Umziehen, kurz etwas trinken und noch ein Gel - so ging es vor zum Start.
Ich reihte mich gleich vorne links außen ein. Als der Startschuss erfolgte stürmten erwartungsgemäß die Afrikaner sofort los u. auch einige andere Athleten versuchten mit einer Pace von ca. 3:10 min/km den Abstand zur Spitze möglichst gering zu halten. Ich ließ mich nicht mitreisen u. legte den 1. km in 3:20 min/km zurück. Ab dann versuchte ich meinen Rhythmus aufzunehmen u. in einen gleichmäßigen, möglichst entspannten Schritt zu kommen. Dies gelang mir gut, ich konnte so allmählich einige schneller gestartete Athleten ein- und überholen. Ab Km 9 konnte ich die erste 3er Verfolgergruppe um Patrick Klein einholen. Ich lief ca. 1 km mit, bis ich merkte, dass mir die Pace doch etwas zu langsam war u, ich nahm wieder mein vorheriges Tempo auf - die 10 Km Durchgangszeit lag bei 34:38 min.
Ganz gut unterwegs - wohlwissend, dass wir bis dahin Rückenwind hatten. Mir war also klar, dass es auf der 2. Hälfte etwas langsamer werden könnte.
Von da an hatte ich mit dem später 7. Platzierten Äthiopier einen guten Bezugspunkt, da dieser immer ca. 60 m vor mir lief und exakt die gleich Geschwindigkeit lief. Ich konnte noch einen Läufer überholen und jagte weiterhin den Äthiopier der sich einige Male umdrehte, weil er wohl dachte, dass ich noch näher an ihn heranlaufen kann.
Dem war jedoch nicht so - aber es half mir mich an ihm zu orientieren und nicht aus den Augen zu lassen, so dass auch im Ziel er noch gut die 60 m Vorsprung hatte.
Als es Richtung Ziel ging drehte ich mich noch einmal kurz um, um zu sehen ob nicht noch jemand von hinten kommt. Niemand zu sehen - gut so, also konnte ich ohne größeren Stress dem Ziel entgegenlaufen.
Sofort nach dem Ziel wurde ich als 2. Bester Deutscher (hinter Mathias Müller) und Gesamt 8. vom Streckensprecher begrüßt und gleich von der Presse interviewt.
Leider ist die aktuelle Ergebnisliste noch fehlerhaft, da zeitgleich ein gewisser Guido Wiedner als 8. Platzierter vor mir geführt wird. Kann aber nicht sein, da unsere Nettozeit 1:13,58 h identisch ist und die Bruttozeit nur 1 sek. Differenz aufweist und ich beim Zieleinlauf mutterseelenallein war. Zudem kann ich mich gut an den Namen erinnern, da er in der genannten 3er Gruppe um Patrik Klein war, ein Laufshirt mit dem Aufdruck Wiedner-Geigenbaum und Kompressionsocken trug. Die Gruppe ließ ich aber bei km 10 hinter mir u. ich konnte auch keinen mehr in Zielnähe beim Kontrollblick nach hinten sehen.
Fazit:
Sei´s drum - ich bin rundum zufrieden. Gute Stimmung am Streckenrand, viel Anfeuerung durch Bekannte (echt Klasse -Danke für Eure Unterstützung !) aber auch allgemein viele Zuschauer am Streckenrand.
Das Trainingsrennen hat mir gezeigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin, um in Frankfurt so richtig abzurocken und einen ,raus zu hauen`.
Ausblick:
Verlängertes Wochenende - Umfangtraining - viel Rad. Die Deutsche Duathlon DM Langdistanz streiche ich dafür (schweren Herzens) von meinem Wettkampfkalender. Es wird sonst zuviel - da auch noch einige private Highlights kommen und sportlich gesehen Frankfurt und die optimale Vorbereitung darauf absolute Priorität genießen. Außerdem wartet auch der Berufsalltag auf mich.
29.4.2012
Saisonauftakt HD HM
3. Platz - müde Beine aber zufrieden.
Es war wieder ein grandioser Wettkampf - der Heidelberger Halbmarathon ist einfach
einzigartig und super hart. Auch wenn ich nicht wie erhofft gewinnen konnte, bin ich dennoch
zufrieden. Unter die ersten 3 zu kommen ist immer ein Erfolg, zumal wenn man alles
gegeben hat und 2 Läufer gestern einfach besser waren. Glückwunsch !
Zum Rennverlauf:
Die ersten 7 km flach hatte ich das Gefühl das wir uns gegenseitig schon etwas belauerten,
auf der einen Seite sollte das Tempo schnell sein, um das Feld schon etwas auseinander zu
nehmen, auf der anderen Seite darf man natürlich nicht schon alle Körner verschießen, um
dann am Berg regelrecht zu stehen.
So gesehen war es bis zum 1. Anstieg ein ,kleines` Ausscheidungsrennen. Wobei ich etwas
verwundert war, dass wir zum Einstieg Philosophenweg nur noch zu dritt (Luca Bongiovanni,
Tobias Balthesen, der für Luca das Tempo hochhielt, und ich) waren. Der spätere Sieger
Ulrich Benz hatte zu diesem Zeitpunkt eine kleine Lücke von ca. 20 m.
Dann ging wie ich vermutet hatte, Tobias Balthesen aus der Führungsarbeit und Luca zog
an uns vorbei, jedoch nicht so schnell wie Ulrich Benz, der uns alle ein- und überholte.
Die Jungs sind eben doch ca. 10 Kilo leichter, was sich am Berg besonders bemerkbar
macht und ich hatte sie in der Ebene doch nicht so müde laufen können, damit ich eine reelle
Chance berghoch gehabt hätte.
Zudem hatte ich nicht meinen allerbesten Tag - da mir doch etwas die Spritzigkeit und
die frischen Beine fehlten. Also musste ich berghoch eben mein eigenes Tempo laufen,
wohlwissend, dass das Rennen noch lange genug sein würde und es noch genügend
Passagen gibt, auf denen ich einen kleinen Rückstand aufholen konnte.
Den restlichen nicht so steilen Teil des 1. Anstiegs konnte ich auch wieder gut meinen
Rhythmus aufnehmen. Der Rückstand auf die ersten beiden vergrößerte sich kaum. Ich lief
ca. 50 m hinter Luca u. 100 m hinter Ulrich.
Auf der Bergabpassage zum Kloster nach Ziegelhausen konnte ich zwar etwas Zeit
gutmachen, diesselbige ich dann zum Köpfel hoch wieder verlor. Runter nach Ziegelhausen
und im Flachen durch die Innenstadt Ziegelhausen über die Brücke nach Schlierbach das
gleiche Spiel. Bergab gewann ich etwas - im Flachen verlor ich ein bisschen.
Insgeheim setzte ich nun auf den letzten Anstieg und hoffte, dass die beiden vor mir
vielleicht etwas nachließen. Jedoch keine Chance, sie konnten ihr Tempo halten und ich
konnte dies auch - aber nicht mehr !
Folglich war der Zieleinlauf so wie nach 8 km auf dem Philosophenweg. Hätten wir das
vorher gewusst, dann hätten wir uns die restlichen Km sparen können
Was ist mein Fazit: Ich bin zufrieden - ich habe gemerkt, dass ich die Schnelligkeit habe, um
auch mit den Topläufern im Flachen mitzuhalten.
Ich habe gestern das Maximal Mögliche herausholen können, das zeigen auch meine
Pulswerte. Auch wenn meine Beine an diesem Tag nicht Bestform hatten. Aber das gehört
eben auch dazu, dass man am Tag X zu 100 % topfit am Start steht und in der unmittelbaren
Wettkampfvorbereitung/Tapering keine kleinen Fehler macht.
Die Kunst ist eben genau die Mischung zwischen kurzen Belastungen und ausreichend
Regeneration zu finden.
Dazu gehört auch, dass man vor anderen unliebsamen Überraschungen verschont bleibt.
So hatte ich am Freitag Mittag noch einen kleinen Zwischenfall (beim lockeren Auslaufen
streifte ich einen Zaunpfahl), so dass ich am Unterarm genäht werden musste. Dumm
gelaufen - aber zum Glück hatte ich keine größeren Schmerzen und es war auch nicht
weiter schlimm.
Beim Laufen beeinträchtigte mich die Wunde/Naht auf keinen Fall. Man ärgert sich nur über
die Situation und das Zustandekommen.
Aber eines ist klar: Dies sollen keine Entschuldigungen sein - Ulrich hat verdient gewonnen.
Er war gestern einfach der Schnellste, genauso wie Luca verdient Zweitplatzierter wurde.
Auf eine Neues, Nächstes Jahr - ich komme wieder !
26.4.2012
Alle Jahre wieder......
Sonntag ist Renntag ! Alle sprechen über das Wetter und Zeiten. Mich kann nichts mehr überraschen - ich bin 2011 in Frankfurt beim Ironman bei nasskalten Temperaturen und strömenden Regen sowie auf Hawaii in sengender Hitze gut durchgekommen.
Ich bin Top vorbereitet und freue mich auf schwüles warmes Wetter - ... und eine schnelle Zeit.
Bis bald
15.3.2012
Der Trainingsumfang schraubt sich so allmählich nach oben - was ich auch daran merke, dass ich mehr Hunger und Appetit habe
. Dieses Jahr habe ich nicht zu früh mit dem umfangorientierten Training begonnen (auch zeitlich bedingt). So habe ich bisher noch keine lange Radeinheit über 3,5 h oder einen langen Lauf über 2 h absolviert.
Ist aber auch nicht notwendig - da ich keinen Ironman oder Marathon im Frühjahr mache sondern erst am 08.07.2012. Auch für den HD Halbmarathon brauche ich nicht die langen Läufe (km 30 +).
Vielmehr arbeite ich an der Verbesserung meiner Bewegungsabläufe und Ökonomie. Schließlich gilt es auch hier Potentiale zu finden und nicht nur jahrelang demselben Bewegungsmuster zu verfallen.
Train safe and happy.
17.1.2012
2012 - wieder ein neues Jahr mit neuen Zielen. Der Formaufbau wird etwas anders gestaltet sein. So werde ich versuchen im Frühjahr etwas mehr auf dem Rad zu machen und hoffe, dass bis dahin auch meine Schwimmleistung erheblich besser ist als in den Vorjahren (was eigentlich nicht schwer sein dürfte, könnte man meinen).
Fixpunkte bei den Wettkämpfen sind der Heidelberger Halbmarathon, Ironman Frankfurt und der Römerman in Ladenburg.
Zum Ironman: Oft werde ich gefragt, warum ich an keinem anderen Ironman teilnehme. Eigentlich ganz einfach: Zeit und Geld.
Würde ich einen anderen Ironman (außer Zürich, Klagenfurt, Regensburg) machen, ist dies in der Regel zu einem früheren Zeitpunkt. Folglich müsste der gesamte Trainingsaufbau früher stattfinden. Aufgrund unserer Jahreszeiten in Deutschland, müsste ich dann auch mindestens ein Trainingslager im Winter (ca. 2 Wochen) einplanen. Das hieße 2 Wochen Urlaub u. finanzielle Ausgaben. Hinzu kommt die Reise zum Wettkampf - was wieder Urlaub u. Kosten verursacht.
Möchte ich dann noch einen privaten Erholungsurlaub (so heißt das wirklich für Arbeitnehmer) einfügen sowie einen Hawaii Start realisieren, dann bedeutet dies wieder, na ja ihr wisst schon .... und Hawaii ist mit Vorbereitung, Reise, Aufenthalt und Start auch kein Geschenk, was einfach so vom Himmel fällt.
Wie ihr seht, soviel Urlaub habe ich gar nicht, um all diese Bedürfnisse zu befriedigen. Infolgedessen bin ich auf den bestmöglichen Kompromiss angewiesen. Das ist eben mit Frankfurt der Fall. Kurze Wege, keine lange Anreise, geringere Kosten, ich muss keinen Urlaub einplanen, keine Akklimatisierung erforderlich, kein Jetlag, verkürzte Regenerationszeit usw.
Aber wer weiss, was in der Zukunft alles passiert. Sag niemals nie....
2011
3.11.2011
Winterzeit - Trainingszeit?
Bisher hat sich der Winter ja eher von seiner angenehmen Seite gezeigt und bis auf etwas Regen sind die Temperaturen doch noch angenehm. Trotzdem bin ich gerüstet für kältere Tage - vor allem was das Radtraining anbelangt. Da ich momentan doch wenig Lust zum Laufen habe, fahre ich eben hauptsächlich Rad; mit dem Crosser (zur Arbeit), etwas Spinning und MTB am Wochenende. Macht richtig Spaß, auch wenn es mal leicht regnet (selbst für mich Schönwetterfahrer) und ich kann während den kurzen Ausfahrten (ca. 1- 2 h) so richtig Gas geben, so dass meine Schnelligkeit u. Fitness zurzeit richtig gut ist. Manchmal fühle ich mich an meine MTB Zeit zurückversetzt - 1 h Vollgas; ständig mit Laktatüberschuss in den Beinen, gerade wenn Du anfängst Dich wieder etwas zu erholen folgt die nächste Rampe...mit Highspeed. Die Grundlagenausdauer stellen wir mal hinten an J.
An dieser Stelle auch großen Dank an Micha (Wagner) und sein Team sowie an Scott, die mir es ermöglichen, dass ich für den Winter mit Top-Material ausgestattet bin.
Dazu noch mein Schwimmtraining, bei dem ich Dank Erica so langsam Fortschritte mache. Auch wenn es nicht gerade einfach ist, wenn man jahrelang nicht mit dem Wasser befreundet war.
Grüße
Matze
3.11.2011
Ich genieße noch die Saisonpause, wobei ich natürlich schon etwas Sport mache. Dies entscheide ich aber nach Lust und Laune ohne dabei einem bestimmten Trainingskonzept oder Plan zu folgen. So spiele ich z.B. 1x die Woche Hallenfussball und fahre regelmäßig Spinning. Beides macht mir momentan Spaß und es passt zu dem bevorstehenden Winter und der früher einbrechenden Dunkelheit. Der Winter ist noch lang genug und ich werde mich etwas zügeln müssen, dass ich nicht zu früh in Form komme, so dass ich bei den Saisonhöhepunkten 2012 wieder in Topform sein werde. Nur so viel vorab, ich plane mein Training etwas zu ändern, denn nur durch neue Trainingsreize kann mein Körper auch noch Leistungszuwächse erzielen. Das bezieht sich nicht nur auf das Schwimmen, sondern auch auf das Laufen und Radfahren, sowie allgemeines Ausdauer-, Kraft- und Schnelligkeitstraining und die dazugehörigen Mischformen. Schließlich gilt es aus der mir zustehenden (begrenzten)Trainingszeit das Maximale herauszuholen, da ich an der Umfangsschraube als Berufstätiger wenig ändern kann.
10.10.2011 (Hawaii)
Jetzt ist Hawaii 2011 auch wieder Geschichte. Was soll ich sagen? - Es fällt mir schwer den Wettkampf - die Gefühle, die Empfindungen, die Erwartungen - kurz gesagt, all das was man physisch und psychisch erlebt in Worte zu fassen. Trotzdem versuche ich Euch einen kurzen Einblick zu geben.
Mein Bodymarking, meine Chiperfassung und das übliche Prozedere (Fahrradcheck, Laufräder aufpumpen, etc.) vor dem Start verlief problemlos und relativ, entspannt - da hatte ich schon andere Erlebnisse, was die letzten 2 h. vor Rennstart betrifft.
Zur Renntaktik - ;.-):
Ich wollte als schlechter Schwimmer nicht zu hektisch starten und ordnete mich daher nicht in den vorderen Schwimmreihen ein. Schließlich sind hier die Weltmeisterschaften, so war mir klar, dass ich verhältnismäßig noch weiter hinten nach dem Schwimmen sein werde, als bei einem anderen Ironman.
Leider ging nach ca. der Hälfte der Strecke der Zipper des Reisverschlusses auf dem Rücken meines Anzugs auf, so dass ich anhalten musste, um den Anzug in Position zu bringen u. in zu schließen. Dabei zog ich den Anzug so weit hoch, damit der Reisverschluss sich nicht mehr durch die Spannung im Oberkörper öffnen kann. Hierdurch hatte ich kurze Zeit später zunehmende Druckschmerzen im Schrittbereich - Autsch :-). Da musste ich eben jetzt durch. Ohne deswegen in größere Hektik zu verfallen.
alles in allem wäre beim Schwimmen schon noch 2-3 Minuten drin gewesen.
Beim Radfahren kam ich schnell in meinen Rhythmus und war ich auch etwas überrascht, dass ich ohne größere Kraftreserven zu vergeuden so viele Plätze gut gemacht habe. Denn ich habe mich schon etwas zurückgehalten, da in Kona das Laufen alles über eine gute Zeit entscheidet. Nach Hawi hoch Richtung Wendepunkt, bekommt man als Athlet einen guten Blick auf das Renngeschehen u. kann seine eigene Position abschätzen So erkannte ich relativ schnell, dass ich trotz meiner ständigen Überholvorgänge, doch noch nicht weiter vorne lag.
Jetzt nur nicht überzocken u. den Radpart konstant zu Ende fahren - zumal auf dem Rückweg meistens Gegenwind herrscht.
Mental ist es natürlich aufbauend, wenn man fast nur auf der Überholspur fährt. Gleichzeitig besteht dann aber die Gefahr zu hart zu fahren. Es gelang mir aber ganz gut mich unter Kontrolle zu halten, - ich wusste, dass das Rennen im Laufen noch hart genug werden kann.
Du bist der gnadenlosen Sonne u. Hitze um die Mittagszeit ausgesetzt - nirgendwo Schatten und auf dem Highway geht es dann auch fast nur langgezogene Geraden rauf und runter. Zum Wendepunkt hin im Natural Energy Lab siehst du vor Hitze den Asphalt flimmern u. man kommt sich vor wie in der Wüste. Der Schädel brummt von der Hitze und die Meilen zwischen den Verpflegungsständen kommen einem viel zu lange vor.
Daher wusste ich, dass ich mit meinen Kräften einigermaßen haushalten musste, um noch einen sub 3 h Marathon zu laufen.
Welche Gedanken einem hier durch den Kopf gehen, wenn die Hitze den Körper auslaugt und zu den üblichen Ermüdungserscheinungen auch noch die Psyche auf eine harte Bewährungsprobe gestellt wird - hierfür könnte ich ein eigenes Kapitel schreiben. Nur so viel - ich sagte mir ständig - Aufgeben ist leicht - ich muss nur irgendwie weiterlaufen auch wenn ich langsamer werde. Auch die anderen werden leiden und haben Probleme - also nicht jammern und weiterlaufen - einfach weiter.
Als ich dann endlich wieder aus dem Natural Energy Lab abbog und auf dem Rückweg nach Kona war, kam auch etwas Erleichterung auf - Nur noch 6 Meilen - hey, nur noch 6 Meilen weniger wie 45 Minuten. Du bist in Hawaii! - lauf weiter! - Bei Meile 22/23 kamen 3 Athleten zu mir aufgelaufen - da bekam ich nochmals einen Schub, ich sagte mir, nur noch 3 Meilen - hey, jetzt kannst Du nochmal alles geben, jetzt lass Dich nicht mehr überholen - es sind noch weniger wie 20 Minuten zu laufen !
Es ist schon faszinierend wie in solchen Situationen der Geist über den Körper bestimmen kann - so gelang es mir tatsächlich meinen Hänger im 2. Drittel des Marathons zu überwinden und die letzten Meilen wieder etwas schneller zu laufen, so dass ich noch einige Plätze gut machen konnte.
Als es dann zum letzten Mal auf dem Highway hochging, bevor die Abzweigung Palani Road kommt - konnte ich unsere Gruppe sprengen und ich spürte die was weiss ich wievielte Luft. An der Abzweigung angekommen, ließ ich es die Palani Road hinunter nach Kona so richtig ,laufen` - die Schleife im Ort bevor es zum Alii Drive auf die Zielgerade ging war sensationell - ich sah auf die Uhr und bemerkte, dass ich eine deutliche persönliche Hawaiibestzeit schaffe - und noch einen sub 3 h Marathon.
Unter die Top 100 auf Hawaii zu kommen, war zwar schon mal ein Ziel, aber aufgrund der o.g. Schwierigkeiten schwer zu planen. Ebenso das Ranking in der Altersklasse - Natürlich wäre ich hier gerne unter den Top 5 gelandet - in den Vorjahren hätte meine Zeit auch gereicht. Das Niveau wird jedoch immer besser - auch bei den Amateuren. Das neue Pro-Ranking (Punktesystem) tut sein übriges.
Ich bin jedoch darauf vorbereitet und weiss, dass ich es schaffen kann - Meine Leistung hier hat mich darin bestätigt. Daher bin ich gewappnet und zuversichtlich :-).
Viele Grüße & bis Bald (mit näheren Details)
07.10.2011 (Hawaii)
Das offizielle Carboloading des Veranstalters ist vorüber. Es gab wieder leckeres Essen (nicht nur Nudeln) um die Kohlenhydratspeicher aufzufüllen. Nach einem letzten Schwimmen am Pier u. einer einstündigen Radausfahrt ist mein Tapering soweit abgeschlossen. Morgen bewege ich mich nur noch zum Bike Check-in u. werde ansonsten versuchen möglichst wenig auf den Beinen zu sein. In Hawaii wird es schwer mit Rennprognosen u. Zeitvorgaben, da es von so vielen Faktoren abhängen kann, wie bei keinem anderen Wettkampf.
Ein kleines Beispiel hierzu vom Carboloading: Zunächst bei schwül heißen 35 Grad - innerhalb von wenigen Minuten kam ein heftiger Regenschauer hernieder, der dazu führte, dass wir alle fluchtartig unsere Sitzplätze (Die Veranstaltung ist zu 90 % im Freien) verließen u. Unterschlupf im KingKam Hotel suchten.
So schnell wie hier das Wetter umschlagen kann, ist auch der Wettkampf unberechenbar - Trotzdem bin ich sehr zuversichtlich ein gutes Rennen abzuliefern. Ich freue mich auf den Start.
04.10.2011 (Hawaii)
So langsam rückt der Raceday (Sa. 8.10) immer näher und in Kona kehrt die besondere Stimmung ein, wie jedes Jahr seit ich hier teilnehme. Es sind immer mehr Athleten in dem kleinen Städtchen. Kona im Ausnahmezustand. Viel ist sicherlich schon erzählt und geschrieben worden über den Ironman in Hawaii - sicher ist jedoch nur eines. Wer mal die Gelegenheit hat, sollte sich ein eigenes Bild davon machen und die Atmosphäre aufsaugen. Erst dann kann wirklich beurteilt werden, ob es in einem selbst den Hawaiispirit auslöst oder nicht. Daher gibt es kein objektives Urteil über Hawaii , den Ironman o.ä.
Für mich ist es der härteste aber auch zugleich schönste Wettkampf - auch wenn ich am Samstag leiden sollte - aber das wird hier sowieso fast jeder, egal mit welcher Zeit.
Ich bin jedenfalls froh hier zu sein!
Mahalo und bis bald
18.9.2011
Gelungener Trainingswettkampf - Sieg mit Streckenrekord
Beim gestrigen Sprinttriathlon in Dossenheim habe ich zum 2. mal gewinnen können.
Bis vor einigen Tagen war ich unsicher, ob ich starte, da ich eigentlich für das Wochenende samstags eine lange Koppeleinheit und sonntags einen langen Lauf plante.
Kurzfristig entschloss ich mich an meinem Heimattriathlon vor der Haustür teilzunehmen, um eine kurze, schnelle Einheit unter Wettkampfbedingungen zu absolvieren.
War auch gut so - für mich als Langdistanzler eine willkommene Abwechslung und ich konnte mein Wettkampfmaterial testen.
Auch wenn ich diesen Wettkampf aus vollem Training heraus absolvierte und es natürlich etwas an Spritzigkeit und Erholung fehlte, so ist es doch eine gute Standortbestimmung, wenn man sich dem bewusst ist.
So wusste ich, dass ich nicht top ausgeruht am Start stehe - trotzdem wollte ich natürlich Vollgas geben. Dies gelang mir auch ganz gut und ich konnte ca. 1 h intensiv durchpowern - auch wenn ich auf der Radstrecke kurzfristig etwas ausgebremst wurde als ein Traktor vor mir fuhr - aber das ist ja gerade auch das schöne und familiäre an dem Sprint in Dossenheim. Es ist ein gutes Radintervalltraing, da man im Neuenheimer Feld durch die eckige Strecke immer wieder das Anbremsen hat und danach wieder die harten Antritte hat um Geschwindigkeit aufzunehmen. Gegen Ende merkte ich, dass ich meine eigene Streckenbestzeit verbessern kann, vorausgesetzt ich nehme beim Laufen auf den letzten Metern nicht raus. Also doch noch mal auf die Zähne beißen die letzten 2 km. Nach 58:20 min konnte ich im Dossenheimer Stadion ins Ziel einlaufen.
Ein großes Lob und Dank an die Veranstalter der TSG Dossenheim. Es war wieder ein schöner und gut organisierter Wettkampf mit leckerer Verpflegung im Zielbereich - besser als auf manch größerer Veranstaltung.
3.8.2011
Nun also doch - ich bin ein unbelehrbarer Wiederholungstäter. Die Hawaii Reise steht und ich werde es 2011 wieder versuchen in Hawaii mein optimales Rennen zu absolvieren.
Hierzu werde ich nun im Schwimmen einen kompetenten Coach suchen, da ich definitiv hier was tun muss, um in Hawaii nicht als badende Bleiente unterzugehen.
Zunächst werde ich die nächsten 2 Wochen mit meiner Liebsten Urlaub genießen, bevor es dann ab Ende August in die Trainingsvorbereitung geht.
Mahalo
25.7.2011
IM Frankfurt - Freud und Leid - Hawaiquali trotz Reifendefekts, Bestzeit ade !
Der IM Frankfurt ist vorbei - Was soll ich sagen - es war ein Wettkampf mit 2 Gesichtern, auf der einen Seite ein lachendes auf der anderen ein weinendes Auge.
Momentan überwiegt etwas die Enttäuschung, da ich besser unterwegs war und auch evtl. hätte meine Altersklasse (AK 35) gewinnen können.
Schwimmen war zwar nicht so toll wie erhofft - aber es war gestern trotz alledem nicht entscheident (wenngleich ich da natürlich schon gerne 3-4 min schneller gewesen wäre).
Das Radfahren war diesmal der Zeitkiller !
Ich war für die Bedingungen ganz gut unterwegs.
Jedoch bekam ich ca. bei km 125 einen Platten Hinterreifen - und habe eine halbe Ewigkeit gebraucht bis ich den Schlauchreifen gewechselt habe und dazu noch ein Kartusche ,verschossen`habe (der Kartuschenaufsatz ist mir vom Winkeladapter für die Scheibe abgerutscht)- zum Glück hatte ich noch eine Ersatzkartusche dabei. Beim 2.Anlauf hat esäre dann auch geklappt - obwohl ich da schon etwas nervös war....ansonsten wäre ich erstmal hilflos allein am Streckenrand herumgestanden.
Auf eine Minipumpe hatte ich nämlich ausnahmsweise mal verzichtet und stattdessen 2 Kartuschen mitgenommen.
Dies alles im strömenden Regen, so dass ich zum einen total glitschige Hände hatte, zum anderen total ausgekühlt war und angefangen habe zu zittern - deswegen hat mich die ganze Aktion ca. 20 min !!! gekostet, wie man auch schön an den einzelnen Splitzeiten sieht (in dem besagten Sektor habe ich dann nur einen Schnitt von 21 km/h, während ich sonst in beiden Runden ziemlich konstant unterwegs war - zum Vergleich in der 1. Runde hatte ich da ca. 37 km/h) Laut SRM habe ich eine Fahrzeit von 4:49 h (in real laut Urkunde dann 5:10 h).
So hätte ich ein Zeit von ca. 9:03 h erzielen können, der Sieger in meiner AK hatte ein 09:06 h.........., Gesamt hätte ich unter den Top 25 landen können.....
Minimalziel habe ich dann mit der Hawaiiquali (7. AK) doch noch erreicht.
Daher bin ich schon etwas traurig, da meine Form besser war als das Ergebnis aussagt. Aber beim IM weiß man eben nie was passiert. Jedenfalls kann ich mir keine Vorwürfe machen - das Training hat schon gepasst. Ich habe keine Magenprobleme bekommen und habe mich auch nicht innerlich aufgegeben und bin einen guten Marathon hinten raus gelaufen. So bin ich das erste Mal im Ironman einen sub 3 h Marathon gelaufen - und das bei widrigen Umständen.
Meine Zeit(en)
Schwimmen: 1:08
Rad: 5:10 h
Laufen: 2:58 h
Gesamt: 9:23 H
Platz Gesamt: 67
Platz AK: 7
Viele Grüße & wie ich gestern wieder gelernt habe: Never give up !
Matze
18.7.2011
7 Tage
Der Countdown läuft. Ich fühle mich gut vorbereitet und werde versuchen die nächsten Tage etwas zur Ruhe zu kommen und die Trainingsreize der letzten Wochen wirken zu lassen. Ziel ist es ja möglichst fit am Start zu stehen.
Die letzten beiden Wochen habe ich mehr kürzere harte Intervalleinheiten auf dem Rad gemacht und einige Fahrstpiele beim Laufen, um wieder etwas Spritzigkeit und Schnelligkeit zu haben. Mit den langen Einheiten war am 03.07. Schluss.
Mein Ernährungskonzept für den Wettkampf habe ich etwas umgestellt und auch im Training ausgetestet. So nehme ich auf dem Rad nun eine 0,5 Liter Flasche am Rahmen mit 10 Gels, die für die Radstrecke die notwendigen Kohlenhydrate liefert. Eine weitere 0,75 Flasche am Rahmen mit Iso-Getränk , zusätzlich die Lenkerfrontflasche mit Wasser – die ich dann im Wettkampf regelmäßig befülle.
In dieser Woche möchte ich noch etwas im See mit Neo Schwimmen, da aufgrund der Wettervorhersagen davon ausgegangen werden kann, dass der Neoprenanzug erlaubt ist.
Eine Prognose für den kommenden Sonntag ist schwierig, ich habe da aber so meine Vorstellung, die ich Euch aber jetzt noch nicht verraten werde J. Natürlich soll es eine neue persönliche Bestzeit sein ……
Grüße
6.7.2011
Die letzten Wochen des harten und umfangreichen Trainings neigen sich dem Ende zu. Mit dem bisherigen Verlauf bin ich zufrieden. Ich konnte wie geplant alle wichtigen Einheiten durchziehen und habe gerade beim Radfahren nochmals einen Leistungssprung machen können. Für das Laufen bin ich auch recht zuversichtlich endlich die 3 h Schallmauer zu knacken, wenngleich ein Marathon beim Ironman immer nochmal eine besondere Herausforderung darstellt.Hawaii !
Das Schwimmen ist bisher noch ein bischen unkonstant aber auch da hoffe ich, dass ich in den verbleibenden Wochen noch etwas zulegen kann, gerade weil nun die Umfänge beim Rad u. Lauf geringer werden.
Bis bald
13.6.2011
Kurzbericht Maxdorf
Alles in allem zufriedenstellende Leistung.
Im Einzelnen:
Da Schwimmen war leider mal wieder (unter-) irdisch. Leider hatte ich kein richtiges Gefühl und bin auch mehr Zick Zack geschwommen als auf der Ideallinie.
Ich hoffe, dass ich für Frankfurt noch etwas besser in Schwung komme. Vor allem weil ich mich im Training ganz gut fühle und auch schneller schwimmen kann. Ich muss es eben auch nur mal im Wettkampf umsetzen.
Der erste Wechsel war dann auch sehr bescheiden, da ich Probleme hatte den Neoprenanzug über meine Füße zu bekommen. Einige wertvolle Sekunden, die ich auch hier verlor.
Sowohl die erste und die zweite Wechselzeit sind im Radsplit enthalten.
Auf dem Rad ging es dann ganz gut. Ich fuhr zwar mit dem SRM System, jedoch nur für die Auswertungen danach. Während des Rennens wollte ich mich auf mein Gefühl verlassen, was mir auch gut gelang u. ich mich nicht durch die angezeigten Daten von SRM beeinflussen ließ.
Nun kurz zur Auswertung – meine Nettofahrzeit (ohne die beiden Wechsel) betrug ca. 2:16 h – ganz ok- der Puls und die Wattleistung lagen etwas unter meinen Möglichkeiten. Auch hier ist also noch Potential für Frankfurt.
Positiv: Ich konnte eine ziemlich konstante Leistung und Pulswerte erzielen, obwohl ich mich an meinem Gefühl orientierte. Insgesamt 9.beste Radzeit.
Der 2. Wechsel war ein bischen chaotisch, da es keine Fahrradstellplätze gab. Man hatte einfach die Schuhe auf dem Boden positioniert u. die Startnummer war klein auf einer auf dem Boden liegende Banderole geschrieben. Ich lief prompt zu weit in meiner Reihe, und verlor etwas den Überblick bei all den am Boden nah beianderliegenden Schuhen, die Startnummer, konnte ich aus dem Stand auf dem Boden kaum lesen. Nach ca. 20-30 sec. hatte ich dann doch mein Paar erspäht und ab ging es auf die Laufrunde.
Ich lief relativ verhalten los, da ich nicht so genau wusste wie es mir später noch ergehen würde. Außerdem wollte ich progressiv laufen und mir noch Kräfte für die letzten Kilometer aufsparen.
Dies gelang mir auch sehr gut. Beim letzten Wendepunkt (KM 15) konnte ich das Tempo noch einmal anziehen. Ich lief auch hier nur nach Gefühl ohne Zeit- und Pulskontrolle.
Aber aufgrund der Wendepunkte und den damit verbundenen Sichtkontakt zu den vor einem liegenden Läufern, konnte man die Abstände einschätzen und sehen was man zeitlich gut gemacht oder verloren hat. So bemerkte ich, dass ich bis auf Michi Göhner auf alle anderen Zeit herauslief. Mein Gefühl bestätigte sich dann im Ziel. Die 2-beste Laufzeit (1:10:52 h), nur der Sieger Michael Göhner war etwas schneller – ca. 20 sec. )
Zusammenfassend gesehen, war es eine gute Leistung mit schwachem Beginn und einer guten Steigerung im Laufe des Rennens. Beim Schwimmen und Radfahren sehe ich noch Potential für den Ironman.
Sogar beim Laufen wäre es noch etwas schneller gegangen, da ich mich nicht total verausgaben musste, da die Platzierungen ab KM 15 klar waren und mein Rückstand nach vorne zu groß war.
Ach so: Ergebnisse: Gesamtplatz 10 (noch in den Preisgeldrängen der Top 10 :-).
Die Zeit: 4:04 h.
11.6.2011
Mal wieder ein Wettkampf.
Werde in Maxdorf ein Trainingswettkampf für Frankfurt machen und dabei auch das Wettkampfmaterial testen. Bin mal gespannt wie das neue Scott Premium mit den Zipp Laufrädern (808 Vorne, Scheibe hinten) läuft. Die Radstrecke ist zwar wellig und man hat 2 mal den Anstieg zur Lindemannsruhe hoch, jedoch kommt danach eine lange Abfahrt und ein langgezogenes Geradeausstück auf der man ordentlich Fahrt aufnehmen kann. Außerdem möchet ich ja mein Wettkampfmaterial testen
.
Beim Schwimmen lasse ich mich mal überraschen, ob mit Neo oder ohne gestartet wird. - Wie immer die spannende Frage vor dem Start. Beim Laufen weirde ich dann Vollgas geben und schauen was noch so geht.
Also heute noch gut regenerieren und morgen möglichst ausgeruht an den Start. Bis dann.
28.5.2011
Morgen ist also der 1. Triathlon Wettbewerb für mich in der Saison 2011 beim Tristar in Worms. Mal schauen was geht. Ich habe die letzten Wochen gut trainiert und bin etwas müde. Aber morgen im Wettkampf werde ich eine gute Standortbestimmung haben.
Nächste Woche dann mehr vom Wettkampf. Hasta luego
3.5.2011 Trainingsbeginn für Ironman Frankfurt
Nachdem ich die Woche nach Heidelberg (Halbmarathon) noch gemächlich trainiert habe, so hat sich das Mitte der vergangenen Woche geändert.
Es wird Zeit den Radumfang zu erhöhen und mehr Kilometer an Grundlagenausdauer zuzulegen. Passend zu Ostern und den Feiertagen, spielte das Wetter auch gut mit, so dass es auch viel Spaß macht im Odenwald herumzufahren.
Auch das Schwimmen will ich dieses Jahr konsequenter und zielgerichteter trainieren, d.h. für mich Zeit und Durchhaltevermögen für mindestens 1 technisch orientierte Schwimmeinheit pro Woche. Neben dem normalen Schwimmtraining sollte ich dann so ca. 3x pro Woche im Wasser sein.
Das Laufen wird jetzt zunächst erstmal etwas hinten anstehen bevor ich dann in ca. 2-3 Wochen auch wieder mehr an der ,Schraube` drehe.
15.5.2012
Mannheimer Halbmarathon - Training - Race - Day
Kurzfristig habe ich mich entschlossen am Samstag (12.5.2012) ein harte Koppeleinheit zu absolvieren.
So meldete ich mich am Samstag morgen beim Mannheimer Halbmarathon an. Die Laufsachen und die Startunterlagen deponierte ich dann gleich bei Christian, einem Bekannten, der ca. 1 km vom Wasserturm (Start u. Ziel) entfernt wohnt.
Zurück in Dossenheim machte ich mich fertig für die Radausfahrt. Schnell nach Weinheim geheizt zu Radsport Micha Wagner, um Sebastian abzuholen, der ebenfalls die Koppeleinheit mitmachte. Als kleine Gruppe mit 4 weiteren Radfahrern fuhren wir über den Odenwald runter ins Neckartal nach Hirschhorn über Heidelberg, Ladenburg nach Mannheim. Geplant waren 4 h im GA 1 Bereich. Nicht immer einfach für mich, denn gerade wenn es wellig oder berghoch geht, gebe ich doch lieber etwas mehr Gas. Hier leistet aber eine Wattmessung gute Unterstützung - mittlerweile orientiere ich mich auch mehr daran, als an irgendwelchen Pulswerten.
Von der Kreidacher Höhe hinunter nach Hirschhorn konnte ich es mir dann doch nicht nehmen lassen etwas schneller zu fahren und meine Wattmessung sollt vorne immer eine 3 stehen haben ;.). In der Ebene fuhren wird dann aber wohl dosiert.
In Mannheim angelangt, fuhren wir noch einen Teil der Halbmarathonstrecke ab. So konnte ich sie wenigstens kennenlernen und wir merkten sofort wie die Windverhältnisse waren - Zum Anfang aus Mannheim heraus mit Rückenwind, zurück ab Km 11 bis ca. km 17/18 mit Gegenwind.
Nach einem kurzen Stopp in unserer ,Wechselzone` bei Christian hatte ich 112 km auf dem Tacho knapp 3,5 h. Umziehen, kurz etwas trinken und noch ein Gel - so ging es vor zum Start.
Ich reihte mich gleich vorne links außen ein. Als der Startschuss erfolgte stürmten erwartungsgemäß die Afrikaner sofort los u. auch einige andere Athleten versuchten mit einer Pace von ca. 3:10 min/km den Abstand zur Spitze möglichst gering zu halten. Ich ließ mich nicht mitreisen u. legte den 1. km in 3:20 min/km zurück. Ab dann versuchte ich meinen Rhythmus aufzunehmen u. in einen gleichmäßigen, möglichst entspannten Schritt zu kommen. Dies gelang mir gut, ich konnte so allmählich einige schneller gestartete Athleten ein- und überholen. Ab Km 9 konnte ich die erste 3er Verfolgergruppe um Patrick Klein einholen. Ich lief ca. 1 km mit, bis ich merkte, dass mir die Pace doch etwas zu langsam war u, ich nahm wieder mein vorheriges Tempo auf - die 10 Km Durchgangszeit lag bei 34:38 min.
Ganz gut unterwegs - wohlwissend, dass wir bis dahin Rückenwind hatten. Mir war also klar, dass es auf der 2. Hälfte etwas langsamer werden könnte.
Von da an hatte ich mit dem später 7. Platzierten Äthiopier einen guten Bezugspunkt, da dieser immer ca. 60 m vor mir lief und exakt die gleich Geschwindigkeit lief. Ich konnte noch einen Läufer überholen und jagte weiterhin den Äthiopier der sich einige Male umdrehte, weil er wohl dachte, dass ich noch näher an ihn heranlaufen kann.
Dem war jedoch nicht so - aber es half mir mich an ihm zu orientieren und nicht aus den Augen zu lassen, so dass auch im Ziel er noch gut die 60 m Vorsprung hatte.
Als es Richtung Ziel ging drehte ich mich noch einmal kurz um, um zu sehen ob nicht noch jemand von hinten kommt. Niemand zu sehen - gut so, also konnte ich ohne größeren Stress dem Ziel entgegenlaufen.
Sofort nach dem Ziel wurde ich als 2. Bester Deutscher (hinter Mathias Müller) und Gesamt 8. vom Streckensprecher begrüßt und gleich von der Presse interviewt.
Leider ist die aktuelle Ergebnisliste noch fehlerhaft, da zeitgleich ein gewisser Guido Wiedner als 8. Platzierter vor mir geführt wird. Kann aber nicht sein, da unsere Nettozeit 1:13,58 h identisch ist und die Bruttozeit nur 1 sek. Differenz aufweist und ich beim Zieleinlauf mutterseelenallein war. Zudem kann ich mich gut an den Namen erinnern, da er in der genannten 3er Gruppe um Patrik Klein war, ein Laufshirt mit dem Aufdruck Wiedner-Geigenbaum und Kompressionsocken trug. Die Gruppe ließ ich aber bei km 10 hinter mir u. ich konnte auch keinen mehr in Zielnähe beim Kontrollblick nach hinten sehen.
Fazit:
Sei´s drum - ich bin rundum zufrieden. Gute Stimmung am Streckenrand, viel Anfeuerung durch Bekannte (echt Klasse -Danke für Eure Unterstützung !) aber auch allgemein viele Zuschauer am Streckenrand.
Das Trainingsrennen hat mir gezeigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin, um in Frankfurt so richtig abzurocken und einen ,raus zu hauen`.
Ausblick:
Verlängertes Wochenende - Umfangtraining - viel Rad. Die Deutsche Duathlon DM Langdistanz streiche ich dafür (schweren Herzens) von meinem Wettkampfkalender. Es wird sonst zuviel - da auch noch einige private Highlights kommen und sportlich gesehen Frankfurt und die optimale Vorbereitung darauf absolute Priorität genießen. Außerdem wartet auch der Berufsalltag auf mich.
29.4.2012
Saisonauftakt HD HM
3. Platz - müde Beine aber zufrieden.
Es war wieder ein grandioser Wettkampf - der Heidelberger Halbmarathon ist einfach
einzigartig und super hart. Auch wenn ich nicht wie erhofft gewinnen konnte, bin ich dennoch
zufrieden. Unter die ersten 3 zu kommen ist immer ein Erfolg, zumal wenn man alles
gegeben hat und 2 Läufer gestern einfach besser waren. Glückwunsch !
Zum Rennverlauf:
Die ersten 7 km flach hatte ich das Gefühl das wir uns gegenseitig schon etwas belauerten,
auf der einen Seite sollte das Tempo schnell sein, um das Feld schon etwas auseinander zu
nehmen, auf der anderen Seite darf man natürlich nicht schon alle Körner verschießen, um
dann am Berg regelrecht zu stehen.
So gesehen war es bis zum 1. Anstieg ein ,kleines` Ausscheidungsrennen. Wobei ich etwas
verwundert war, dass wir zum Einstieg Philosophenweg nur noch zu dritt (Luca Bongiovanni,
Tobias Balthesen, der für Luca das Tempo hochhielt, und ich) waren. Der spätere Sieger
Ulrich Benz hatte zu diesem Zeitpunkt eine kleine Lücke von ca. 20 m.
Dann ging wie ich vermutet hatte, Tobias Balthesen aus der Führungsarbeit und Luca zog
an uns vorbei, jedoch nicht so schnell wie Ulrich Benz, der uns alle ein- und überholte.
Die Jungs sind eben doch ca. 10 Kilo leichter, was sich am Berg besonders bemerkbar
macht und ich hatte sie in der Ebene doch nicht so müde laufen können, damit ich eine reelle
Chance berghoch gehabt hätte.
Zudem hatte ich nicht meinen allerbesten Tag - da mir doch etwas die Spritzigkeit und
die frischen Beine fehlten. Also musste ich berghoch eben mein eigenes Tempo laufen,
wohlwissend, dass das Rennen noch lange genug sein würde und es noch genügend
Passagen gibt, auf denen ich einen kleinen Rückstand aufholen konnte.
Den restlichen nicht so steilen Teil des 1. Anstiegs konnte ich auch wieder gut meinen
Rhythmus aufnehmen. Der Rückstand auf die ersten beiden vergrößerte sich kaum. Ich lief
ca. 50 m hinter Luca u. 100 m hinter Ulrich.
Auf der Bergabpassage zum Kloster nach Ziegelhausen konnte ich zwar etwas Zeit
gutmachen, diesselbige ich dann zum Köpfel hoch wieder verlor. Runter nach Ziegelhausen
und im Flachen durch die Innenstadt Ziegelhausen über die Brücke nach Schlierbach das
gleiche Spiel. Bergab gewann ich etwas - im Flachen verlor ich ein bisschen.
Insgeheim setzte ich nun auf den letzten Anstieg und hoffte, dass die beiden vor mir
vielleicht etwas nachließen. Jedoch keine Chance, sie konnten ihr Tempo halten und ich
konnte dies auch - aber nicht mehr !
Folglich war der Zieleinlauf so wie nach 8 km auf dem Philosophenweg. Hätten wir das
vorher gewusst, dann hätten wir uns die restlichen Km sparen können
Was ist mein Fazit: Ich bin zufrieden - ich habe gemerkt, dass ich die Schnelligkeit habe, um
auch mit den Topläufern im Flachen mitzuhalten.
Ich habe gestern das Maximal Mögliche herausholen können, das zeigen auch meine
Pulswerte. Auch wenn meine Beine an diesem Tag nicht Bestform hatten. Aber das gehört
eben auch dazu, dass man am Tag X zu 100 % topfit am Start steht und in der unmittelbaren
Wettkampfvorbereitung/Tapering keine kleinen Fehler macht.
Die Kunst ist eben genau die Mischung zwischen kurzen Belastungen und ausreichend
Regeneration zu finden.
Dazu gehört auch, dass man vor anderen unliebsamen Überraschungen verschont bleibt.
So hatte ich am Freitag Mittag noch einen kleinen Zwischenfall (beim lockeren Auslaufen
streifte ich einen Zaunpfahl), so dass ich am Unterarm genäht werden musste. Dumm
gelaufen - aber zum Glück hatte ich keine größeren Schmerzen und es war auch nicht
weiter schlimm.
Beim Laufen beeinträchtigte mich die Wunde/Naht auf keinen Fall. Man ärgert sich nur über
die Situation und das Zustandekommen.
Aber eines ist klar: Dies sollen keine Entschuldigungen sein - Ulrich hat verdient gewonnen.
Er war gestern einfach der Schnellste, genauso wie Luca verdient Zweitplatzierter wurde.
Auf eine Neues, Nächstes Jahr - ich komme wieder !
Alle Jahre wieder......
Sonntag ist Renntag ! Alle sprechen über das Wetter und Zeiten. Mich kann nichts mehr überraschen - ich bin 2011 in Frankfurt beim Ironman bei nasskalten Temperaturen und strömenden Regen sowie auf Hawaii in sengender Hitze gut durchgekommen.
Ich bin Top vorbereitet und freue mich auf schwüles warmes Wetter - ... und eine schnelle Zeit.
Bis bald
15.3.2012
Der Trainingsumfang schraubt sich so allmählich nach oben - was ich auch daran merke, dass ich mehr Hunger und Appetit habe
. Dieses Jahr habe ich nicht zu früh mit dem umfangorientierten Training begonnen (auch zeitlich bedingt). So habe ich bisher noch keine lange Radeinheit über 3,5 h oder einen langen Lauf über 2 h absolviert.
Ist aber auch nicht notwendig - da ich keinen Ironman oder Marathon im Frühjahr mache sondern erst am 08.07.2012. Auch für den HD Halbmarathon brauche ich nicht die langen Läufe (km 30 +).
Vielmehr arbeite ich an der Verbesserung meiner Bewegungsabläufe und Ökonomie. Schließlich gilt es auch hier Potentiale zu finden und nicht nur jahrelang demselben Bewegungsmuster zu verfallen.
Train safe and happy.
17.1.2012
2012 - wieder ein neues Jahr mit neuen Zielen. Der Formaufbau wird etwas anders gestaltet sein. So werde ich versuchen im Frühjahr etwas mehr auf dem Rad zu machen und hoffe, dass bis dahin auch meine Schwimmleistung erheblich besser ist als in den Vorjahren (was eigentlich nicht schwer sein dürfte, könnte man meinen).
Fixpunkte bei den Wettkämpfen sind der Heidelberger Halbmarathon, Ironman Frankfurt und der Römerman in Ladenburg.
Zum Ironman: Oft werde ich gefragt, warum ich an keinem anderen Ironman teilnehme. Eigentlich ganz einfach: Zeit und Geld.
Würde ich einen anderen Ironman (außer Zürich, Klagenfurt, Regensburg) machen, ist dies in der Regel zu einem früheren Zeitpunkt. Folglich müsste der gesamte Trainingsaufbau früher stattfinden. Aufgrund unserer Jahreszeiten in Deutschland, müsste ich dann auch mindestens ein Trainingslager im Winter (ca. 2 Wochen) einplanen. Das hieße 2 Wochen Urlaub u. finanzielle Ausgaben. Hinzu kommt die Reise zum Wettkampf - was wieder Urlaub u. Kosten verursacht.
Möchte ich dann noch einen privaten Erholungsurlaub (so heißt das wirklich für Arbeitnehmer) einfügen sowie einen Hawaii Start realisieren, dann bedeutet dies wieder, na ja ihr wisst schon .... und Hawaii ist mit Vorbereitung, Reise, Aufenthalt und Start auch kein Geschenk, was einfach so vom Himmel fällt.
Wie ihr seht, soviel Urlaub habe ich gar nicht, um all diese Bedürfnisse zu befriedigen. Infolgedessen bin ich auf den bestmöglichen Kompromiss angewiesen. Das ist eben mit Frankfurt der Fall. Kurze Wege, keine lange Anreise, geringere Kosten, ich muss keinen Urlaub einplanen, keine Akklimatisierung erforderlich, kein Jetlag, verkürzte Regenerationszeit usw.
Aber wer weiss, was in der Zukunft alles passiert. Sag niemals nie....
3.11.2011
Winterzeit - Trainingszeit?
Bisher hat sich der Winter ja eher von seiner angenehmen Seite gezeigt und bis auf etwas Regen sind die Temperaturen doch noch angenehm. Trotzdem bin ich gerüstet für kältere Tage - vor allem was das Radtraining anbelangt. Da ich momentan doch wenig Lust zum Laufen habe, fahre ich eben hauptsächlich Rad; mit dem Crosser (zur Arbeit), etwas Spinning und MTB am Wochenende. Macht richtig Spaß, auch wenn es mal leicht regnet (selbst für mich Schönwetterfahrer) und ich kann während den kurzen Ausfahrten (ca. 1- 2 h) so richtig Gas geben, so dass meine Schnelligkeit u. Fitness zurzeit richtig gut ist. Manchmal fühle ich mich an meine MTB Zeit zurückversetzt - 1 h Vollgas; ständig mit Laktatüberschuss in den Beinen, gerade wenn Du anfängst Dich wieder etwas zu erholen folgt die nächste Rampe...mit Highspeed. Die Grundlagenausdauer stellen wir mal hinten an J.
An dieser Stelle auch großen Dank an Micha (Wagner) und sein Team sowie an Scott, die mir es ermöglichen, dass ich für den Winter mit Top-Material ausgestattet bin.
Dazu noch mein Schwimmtraining, bei dem ich Dank Erica so langsam Fortschritte mache. Auch wenn es nicht gerade einfach ist, wenn man jahrelang nicht mit dem Wasser befreundet war.
Grüße
Matze
3.11.2011
Ich genieße noch die Saisonpause, wobei ich natürlich schon etwas Sport mache. Dies entscheide ich aber nach Lust und Laune ohne dabei einem bestimmten Trainingskonzept oder Plan zu folgen. So spiele ich z.B. 1x die Woche Hallenfussball und fahre regelmäßig Spinning. Beides macht mir momentan Spaß und es passt zu dem bevorstehenden Winter und der früher einbrechenden Dunkelheit. Der Winter ist noch lang genug und ich werde mich etwas zügeln müssen, dass ich nicht zu früh in Form komme, so dass ich bei den Saisonhöhepunkten 2012 wieder in Topform sein werde. Nur so viel vorab, ich plane mein Training etwas zu ändern, denn nur durch neue Trainingsreize kann mein Körper auch noch Leistungszuwächse erzielen. Das bezieht sich nicht nur auf das Schwimmen, sondern auch auf das Laufen und Radfahren, sowie allgemeines Ausdauer-, Kraft- und Schnelligkeitstraining und die dazugehörigen Mischformen. Schließlich gilt es aus der mir zustehenden (begrenzten)Trainingszeit das Maximale herauszuholen, da ich an der Umfangsschraube als Berufstätiger wenig ändern kann.
10.10.2011 (Hawaii)
Jetzt ist Hawaii 2011 auch wieder Geschichte. Was soll ich sagen? - Es fällt mir schwer den Wettkampf - die Gefühle, die Empfindungen, die Erwartungen - kurz gesagt, all das was man physisch und psychisch erlebt in Worte zu fassen. Trotzdem versuche ich Euch einen kurzen Einblick zu geben.
Mein Bodymarking, meine Chiperfassung und das übliche Prozedere (Fahrradcheck, Laufräder aufpumpen, etc.) vor dem Start verlief problemlos und relativ, entspannt - da hatte ich schon andere Erlebnisse, was die letzten 2 h. vor Rennstart betrifft.
Zur Renntaktik - ;.-):
Ich wollte als schlechter Schwimmer nicht zu hektisch starten und ordnete mich daher nicht in den vorderen Schwimmreihen ein. Schließlich sind hier die Weltmeisterschaften, so war mir klar, dass ich verhältnismäßig noch weiter hinten nach dem Schwimmen sein werde, als bei einem anderen Ironman.
Leider ging nach ca. der Hälfte der Strecke der Zipper des Reisverschlusses auf dem Rücken meines Anzugs auf, so dass ich anhalten musste, um den Anzug in Position zu bringen u. in zu schließen. Dabei zog ich den Anzug so weit hoch, damit der Reisverschluss sich nicht mehr durch die Spannung im Oberkörper öffnen kann. Hierdurch hatte ich kurze Zeit später zunehmende Druckschmerzen im Schrittbereich - Autsch :-). Da musste ich eben jetzt durch. Ohne deswegen in größere Hektik zu verfallen.
alles in allem wäre beim Schwimmen schon noch 2-3 Minuten drin gewesen.
Beim Radfahren kam ich schnell in meinen Rhythmus und war ich auch etwas überrascht, dass ich ohne größere Kraftreserven zu vergeuden so viele Plätze gut gemacht habe. Denn ich habe mich schon etwas zurückgehalten, da in Kona das Laufen alles über eine gute Zeit entscheidet. Nach Hawi hoch Richtung Wendepunkt, bekommt man als Athlet einen guten Blick auf das Renngeschehen u. kann seine eigene Position abschätzen So erkannte ich relativ schnell, dass ich trotz meiner ständigen Überholvorgänge, doch noch nicht weiter vorne lag.
Jetzt nur nicht überzocken u. den Radpart konstant zu Ende fahren - zumal auf dem Rückweg meistens Gegenwind herrscht.
Mental ist es natürlich aufbauend, wenn man fast nur auf der Überholspur fährt. Gleichzeitig besteht dann aber die Gefahr zu hart zu fahren. Es gelang mir aber ganz gut mich unter Kontrolle zu halten, - ich wusste, dass das Rennen im Laufen noch hart genug werden kann.
Du bist der gnadenlosen Sonne u. Hitze um die Mittagszeit ausgesetzt - nirgendwo Schatten und auf dem Highway geht es dann auch fast nur langgezogene Geraden rauf und runter. Zum Wendepunkt hin im Natural Energy Lab siehst du vor Hitze den Asphalt flimmern u. man kommt sich vor wie in der Wüste. Der Schädel brummt von der Hitze und die Meilen zwischen den Verpflegungsständen kommen einem viel zu lange vor.
Daher wusste ich, dass ich mit meinen Kräften einigermaßen haushalten musste, um noch einen sub 3 h Marathon zu laufen.
Welche Gedanken einem hier durch den Kopf gehen, wenn die Hitze den Körper auslaugt und zu den üblichen Ermüdungserscheinungen auch noch die Psyche auf eine harte Bewährungsprobe gestellt wird - hierfür könnte ich ein eigenes Kapitel schreiben. Nur so viel - ich sagte mir ständig - Aufgeben ist leicht - ich muss nur irgendwie weiterlaufen auch wenn ich langsamer werde. Auch die anderen werden leiden und haben Probleme - also nicht jammern und weiterlaufen - einfach weiter.
Als ich dann endlich wieder aus dem Natural Energy Lab abbog und auf dem Rückweg nach Kona war, kam auch etwas Erleichterung auf - Nur noch 6 Meilen - hey, nur noch 6 Meilen weniger wie 45 Minuten. Du bist in Hawaii! - lauf weiter! - Bei Meile 22/23 kamen 3 Athleten zu mir aufgelaufen - da bekam ich nochmals einen Schub, ich sagte mir, nur noch 3 Meilen - hey, jetzt kannst Du nochmal alles geben, jetzt lass Dich nicht mehr überholen - es sind noch weniger wie 20 Minuten zu laufen !
Es ist schon faszinierend wie in solchen Situationen der Geist über den Körper bestimmen kann - so gelang es mir tatsächlich meinen Hänger im 2. Drittel des Marathons zu überwinden und die letzten Meilen wieder etwas schneller zu laufen, so dass ich noch einige Plätze gut machen konnte.
Als es dann zum letzten Mal auf dem Highway hochging, bevor die Abzweigung Palani Road kommt - konnte ich unsere Gruppe sprengen und ich spürte die was weiss ich wievielte Luft. An der Abzweigung angekommen, ließ ich es die Palani Road hinunter nach Kona so richtig ,laufen` - die Schleife im Ort bevor es zum Alii Drive auf die Zielgerade ging war sensationell - ich sah auf die Uhr und bemerkte, dass ich eine deutliche persönliche Hawaiibestzeit schaffe - und noch einen sub 3 h Marathon.
Unter die Top 100 auf Hawaii zu kommen, war zwar schon mal ein Ziel, aber aufgrund der o.g. Schwierigkeiten schwer zu planen. Ebenso das Ranking in der Altersklasse - Natürlich wäre ich hier gerne unter den Top 5 gelandet - in den Vorjahren hätte meine Zeit auch gereicht. Das Niveau wird jedoch immer besser - auch bei den Amateuren. Das neue Pro-Ranking (Punktesystem) tut sein übriges.
Ich bin jedoch darauf vorbereitet und weiss, dass ich es schaffen kann - Meine Leistung hier hat mich darin bestätigt. Daher bin ich gewappnet und zuversichtlich :-).
Viele Grüße & bis Bald (mit näheren Details)
07.10.2011 (Hawaii)
Das offizielle Carboloading des Veranstalters ist vorüber. Es gab wieder leckeres Essen (nicht nur Nudeln) um die Kohlenhydratspeicher aufzufüllen. Nach einem letzten Schwimmen am Pier u. einer einstündigen Radausfahrt ist mein Tapering soweit abgeschlossen. Morgen bewege ich mich nur noch zum Bike Check-in u. werde ansonsten versuchen möglichst wenig auf den Beinen zu sein. In Hawaii wird es schwer mit Rennprognosen u. Zeitvorgaben, da es von so vielen Faktoren abhängen kann, wie bei keinem anderen Wettkampf.
Ein kleines Beispiel hierzu vom Carboloading: Zunächst bei schwül heißen 35 Grad - innerhalb von wenigen Minuten kam ein heftiger Regenschauer hernieder, der dazu führte, dass wir alle fluchtartig unsere Sitzplätze (Die Veranstaltung ist zu 90 % im Freien) verließen u. Unterschlupf im KingKam Hotel suchten.
So schnell wie hier das Wetter umschlagen kann, ist auch der Wettkampf unberechenbar - Trotzdem bin ich sehr zuversichtlich ein gutes Rennen abzuliefern. Ich freue mich auf den Start.
04.10.2011 (Hawaii)
So langsam rückt der Raceday (Sa. 8.10) immer näher und in Kona kehrt die besondere Stimmung ein, wie jedes Jahr seit ich hier teilnehme. Es sind immer mehr Athleten in dem kleinen Städtchen. Kona im Ausnahmezustand. Viel ist sicherlich schon erzählt und geschrieben worden über den Ironman in Hawaii - sicher ist jedoch nur eines. Wer mal die Gelegenheit hat, sollte sich ein eigenes Bild davon machen und die Atmosphäre aufsaugen. Erst dann kann wirklich beurteilt werden, ob es in einem selbst den Hawaiispirit auslöst oder nicht. Daher gibt es kein objektives Urteil über Hawaii , den Ironman o.ä.
Für mich ist es der härteste aber auch zugleich schönste Wettkampf - auch wenn ich am Samstag leiden sollte - aber das wird hier sowieso fast jeder, egal mit welcher Zeit.
Ich bin jedenfalls froh hier zu sein!
Mahalo und bis bald
18.9.2011
Gelungener Trainingswettkampf - Sieg mit Streckenrekord
Beim gestrigen Sprinttriathlon in Dossenheim habe ich zum 2. mal gewinnen können.
Bis vor einigen Tagen war ich unsicher, ob ich starte, da ich eigentlich für das Wochenende samstags eine lange Koppeleinheit und sonntags einen langen Lauf plante.
Kurzfristig entschloss ich mich an meinem Heimattriathlon vor der Haustür teilzunehmen, um eine kurze, schnelle Einheit unter Wettkampfbedingungen zu absolvieren.
War auch gut so - für mich als Langdistanzler eine willkommene Abwechslung und ich konnte mein Wettkampfmaterial testen.
Auch wenn ich diesen Wettkampf aus vollem Training heraus absolvierte und es natürlich etwas an Spritzigkeit und Erholung fehlte, so ist es doch eine gute Standortbestimmung, wenn man sich dem bewusst ist.
So wusste ich, dass ich nicht top ausgeruht am Start stehe - trotzdem wollte ich natürlich Vollgas geben. Dies gelang mir auch ganz gut und ich konnte ca. 1 h intensiv durchpowern - auch wenn ich auf der Radstrecke kurzfristig etwas ausgebremst wurde als ein Traktor vor mir fuhr - aber das ist ja gerade auch das schöne und familiäre an dem Sprint in Dossenheim. Es ist ein gutes Radintervalltraing, da man im Neuenheimer Feld durch die eckige Strecke immer wieder das Anbremsen hat und danach wieder die harten Antritte hat um Geschwindigkeit aufzunehmen. Gegen Ende merkte ich, dass ich meine eigene Streckenbestzeit verbessern kann, vorausgesetzt ich nehme beim Laufen auf den letzten Metern nicht raus. Also doch noch mal auf die Zähne beißen die letzten 2 km. Nach 58:20 min konnte ich im Dossenheimer Stadion ins Ziel einlaufen.
Ein großes Lob und Dank an die Veranstalter der TSG Dossenheim. Es war wieder ein schöner und gut organisierter Wettkampf mit leckerer Verpflegung im Zielbereich - besser als auf manch größerer Veranstaltung.
3.8.2011
Nun also doch - ich bin ein unbelehrbarer Wiederholungstäter. Die Hawaii Reise steht und ich werde es 2011 wieder versuchen in Hawaii mein optimales Rennen zu absolvieren.
Hierzu werde ich nun im Schwimmen einen kompetenten Coach suchen, da ich definitiv hier was tun muss, um in Hawaii nicht als badende Bleiente unterzugehen.
Zunächst werde ich die nächsten 2 Wochen mit meiner Liebsten Urlaub genießen, bevor es dann ab Ende August in die Trainingsvorbereitung geht.
Mahalo
25.7.2011
IM Frankfurt - Freud und Leid - Hawaiquali trotz Reifendefekts, Bestzeit ade !
18.7.2011
7 Tage
Der Countdown läuft. Ich fühle mich gut vorbereitet und werde versuchen die nächsten Tage etwas zur Ruhe zu kommen und die Trainingsreize der letzten Wochen wirken zu lassen. Ziel ist es ja möglichst fit am Start zu stehen.
Die letzten beiden Wochen habe ich mehr kürzere harte Intervalleinheiten auf dem Rad gemacht und einige Fahrstpiele beim Laufen, um wieder etwas Spritzigkeit und Schnelligkeit zu haben. Mit den langen Einheiten war am 03.07. Schluss.
Mein Ernährungskonzept für den Wettkampf habe ich etwas umgestellt und auch im Training ausgetestet. So nehme ich auf dem Rad nun eine 0,5 Liter Flasche am Rahmen mit 10 Gels, die für die Radstrecke die notwendigen Kohlenhydrate liefert. Eine weitere 0,75 Flasche am Rahmen mit Iso-Getränk , zusätzlich die Lenkerfrontflasche mit Wasser – die ich dann im Wettkampf regelmäßig befülle.
In dieser Woche möchte ich noch etwas im See mit Neo Schwimmen, da aufgrund der Wettervorhersagen davon ausgegangen werden kann, dass der Neoprenanzug erlaubt ist.
Eine Prognose für den kommenden Sonntag ist schwierig, ich habe da aber so meine Vorstellung, die ich Euch aber jetzt noch nicht verraten werde J. Natürlich soll es eine neue persönliche Bestzeit sein ……
Grüße
6.7.2011
Die letzten Wochen des harten und umfangreichen Trainings neigen sich dem Ende zu. Mit dem bisherigen Verlauf bin ich zufrieden. Ich konnte wie geplant alle wichtigen Einheiten durchziehen und habe gerade beim Radfahren nochmals einen Leistungssprung machen können. Für das Laufen bin ich auch recht zuversichtlich endlich die 3 h Schallmauer zu knacken, wenngleich ein Marathon beim Ironman immer nochmal eine besondere Herausforderung darstellt.Hawaii !
Bis bald
10.4.2011 - Heidelberger Halbmarathon 2011

Gelungener Saisonauftakt – 2. Platz, persönliche Bestzeit (über 1 min schneller)
Gestern war es wieder soweit – mein Saisoneinstieg mit dem Heidelberger Halbmarathon war dieses Jahr aufgrund Ostern 2 Wochen früher.Trotzdem hatte ich das Wetter wieder einmal auf meiner Seite, denn es war schön sonnig, wenngleich nicht so warm, wie ich mir es gerne gewünscht hätte.Von Anfang an machte Holger Freudenberger mächtig Druck u. lief die flachen ersten Km mit ca. 3:05 min/km los und davon. Mein Teamkollege Brian versuchte am Anfang noch dranzubleiben, was sich jedoch als zu schnell erwies. So folgten er, Sven Herzog und ich in einer 3er Verfolgergruppe mit einem Tempo von ca. 3:12 min/km.Das Tempo von Holger konnte ich zu diesem Zeitpunkt nicht mitgehen. Am Philosophenweg riss unsere kleine Gruppe auseinander und ich konnte mich nach und nach mehr absetzen.Vor dem letzten Anstieg zum Schloss Wolfsbrunnenweg riskierte ich noch einmal alles und hoffte, dass sich Holger am Anfang vielleicht etwas übernommen hatte und nun sein Tempo nicht mehr ganz halten kann.Dem war leider nicht so – ich verlor zwar keine Zeit mehr, machte aber auch nichts gut. Dafür konnte ich mein 2. Position absichern und den Vorsprung vor den Verfolgern (bei denen nun auch Felix Schumann u. Frank Horlacher waren) stetig ausbauen.
Ich wollte nun zumindest persönliche Bestzeit laufen. Da die letzten Kilometer nur berghoch oder bergab gehen – bis auf die lange Zielgerade in der Fußgängerzone – kann man die Endzeit aber schwer hochrechnen. Daher musste ich ein konstant hohes Tempo weiterlaufen und mich nicht auf meinem sicheren 2. Platz ,ausruhen`. Als ich dann auf die lange Zielgerade einbog, bemerkte ich, dass ich sogar noch unter 1:15 h bleiben kann, wenn ich noch etwas anzog. So gelang es mir in neuer persönlicher Bestzeit von 1:14:51 h ins Ziel zu laufen.
Einziger Wermutstropfen ist, dass ich 2009 und 2010 mit dieser Zeit gewonnen hätte – aber jedes Jahr werden die Karten eben neu gemischt. Und Holger Freudenberger lief heute ein absolutes Toprennen mit Streckenrekord (unter 1:14 h). Glückwunsch !
Daher bin ich auch mit dem 2. Gesamtplatz (1. Altersklasse) und neuer persönlicher Bestzeit (über 1 min schneller als bisher!) sehr zufrieden. Für mich als Triathlet ist auch schön, dass ich damit noch vor so namhafter Konkurrenz wie z.B. Felix Schumann (3. Platz, 1:16:02, Heidelbergmansieger 2010, Triathlet mit Profilizenz) positioniert war.
1.4.2011
Nach langer Zeit gibt es mal wieder Neues vor dem Saisoneinstieg zur berichten.
Die Vorbereitung auf meinen ersten Höhepunkt des Heidelberger Halbmarathon lief alles in allem gut.
Ich hatte zwar einige krankheitsbedingte Einschränkungen im Training – jedoch konnte ich die wesentlichen Schlüsseleinheiten wie geplant absolvieren und fühle mich fit für den kommenden Sonntag.
Mein Gesamttrainingsumfang (v.a. im Schwimmen und Radfahren) war diesen Winter etwas weniger als in den Vorjahren, da ich mich gezielter auf das Laufen konzentriert habe.
Was nicht heißt, dass ich mehr Kilometer gelaufen bin als die Jahre zuvor, ich habe nur qualitativer und akzentuierter trainiert.
Ich hoffe das zahlt sich jetzt aus
. Start ist um 09:15 Uhr.
2010
Ladenburg 2010
Ein perfekter Tag !
Jipii – mir ist am Samstag bei meinem Heimwettkampf der beste Triathlon in dieser Saison gelungen.
Der Reihe nach. Ich hatte mich schon seit Frankfurt gefreut nun in Ladenburg u. Heidelberg endlich wieder 2 meiner Lieblingsrennen absolvieren zu können, ohne große Erwartungen.
Einfach nur mitmachen u. schauen was nach dem IM noch so geht.
Nach Frankfurt nutzte ich meine wenige Zeit, um bei dem guten Wetter einige kurze aber dafür bergige Radausfahrten auf meinem Scott Addict R1 – dabei merkte ich, dass meine Beine doch schon wieder relativ gut waren – ein Gefühl, das ich bei meinen Trainingsläufen nicht hatte. Daher lief ich bis Ladenburg nur wenige lockere Kilometer – ohne großartige Tempoveränderungen oder planmäßigem Training.
Ich sagte mir, dass ich beim Römerman einfach möglichst erholt an den Start gehe und dann von meiner vor dem Ironman aufgebauten Laufform zehren muss.
Die erste gute Meldung kam für mich am Wettkampftag als es hieß, dass doch mit Neo geschwommen wird. Durch die vorherigen Regenschauer hatte der Neckar auch eine ordentliche Strömung.
Na also – genau meine Bedingungen
So merkte man schon vor dem Startschuss die Strömung, indem man immer wieder zurückschwimmen musste, um nicht vor der Startlinie zu sein.
Dann der Startschuss u. ich kam gut weg, ohne die sonst üblichen Kämpfer- und Schlägereien. Ich hatte mich etwas rechts von der Mitte eingereiht und das Glück, dass nicht allzu viele Teilnehmer dort positioniert waren. Vom Gefühl her war das Schwimmen ok, allerdings hatte ich keinen genauen Überblick, wo ich ungefähr lag.
Beim Ausstieg kam ich mit einem Pulk zusammen, nichts ungewöhnliches für mich – in der Wechselzone sah ich, wie Sandra Wallenhorst gerade ihren Neo auszog, da war mir klar, dass ich so schlecht nicht geschwommen sein konnte – schließlich war sie in Frankfurt noch einige Minuten vor mir.
Der Wechsel war so lala – vor allem das Aufsteigen aufs Rad und das folgende Schuhe anziehen bereitete mir doch einige Probleme, so dass ich dort wetrvolle Sekunden leigen ließ, die sich auf die Radzeit niederschlugen.
Im Endergebnis unbedeutend – das kann in Heidelberg aber auch anders sein.
Fazit: Wechseltraining vor Heidelberg üben !
Sichtbar wurde da ganze auch dadurch, dass ich einige der Athleten, die mit mir aus dem Wasser gekommen waren, erst nach ca. 3 km wieder ein – und überholte.
Ich entschloss mich von Anfang an Vollgas zu fahren, um schon zu Beginn der ersten harten Prüfung (Weißer Stein) möglichst weit vorne zu sein – ich kalkulierte das Risiko des Überzockens ein – aber ohne Risiko gewinnt man keinen Blumentopf.
Gesagt getan – so war ich schon im unteren Drittel des Weißen Stein Anstiegs an meinen Termkollegen Flo (Uhrig) und Fabian (Zimmer) dran – da wusste ich, dass ich gar nicht so viel Rückstand auf die vorderen Plätze haben konnte, da beide relativ gute Schwimmer sind und immer weit vorne aus dem Wasser kommen.
Ich kurbelte den Anstieg gleichmäßig hoch – oben angelangt merkte ich, dass ich doch etwas arg schnell angegangen war – aber egal jetzt folgt ja die Abfahrt.
Dir restliche Radstrecke konnte ich kraftvoll gut durchfahren, wenngleich ich in einigen kurzen Momenten ein leichtes Zwicken in den Beinen bemerkte, was mir sagte, dass ich aufpassen musste keinen Krampf zu bekommen.
Insgesamt war das Radfahren aber gut bis sehr gut – was auch meine durchschnittliche Wattzahl von 291 und die Netto-Fahrzeit von ca. 1:13:00 zeigt (brutto 1:15:23 inklusive der beiden Wechsel).
Zum Vergleich der schnellste Radfahrer Chrissi Helmig von der Velo-Nation Staffel – ein bärenstarker Radfahrer (eines Intercontinental Teams) hatte eine Durchschnittliche Wattzahl von 312.
In der Wechselzone angekommen hörte ich dass ich 6. war. Der 2. Wechsel war etwas besser als der erste, aber auch hier kann ich noch einige Sekunden gut machen.
Das Laufen war einfach nur super – die Stimmung trieb ich nach vorne – es war einfach nur toll wie die vielen Zuschauer am Streckenrand mich anfeuerten und mich nach vorne pushten, so dass ich immer näher an den Podiumsplatz heranlief. Nachdem ich Ende der 1. Runde noch einen starken Mitstreiter (Fabian Rahn) abschütteln konnte war es zu Beginn der 2. Runde soweit und ich konnte den bis dahin 3. Platzierten Maurice Clavel überholen. Ich wusste aber, dass ich trotzdem die Geschwindigkeit nicht drosseln konnte, da ansonsten es wieder hätte knapp werden können.
Also weiter Vollgas – endlich der letzte Kilometer – vor dem Stadion die Zuschauermassen – Zurufe; Beifall – ich hörte meinen Namen – aber ich befand mich zu diesem Zeitpunkt schon im ,Tunnel`- dann der Stadioneinlauf und noch eine Runde – ich hört noch wie der Sprecher Wolfgang Grünwald (RNF) meinen Namen als 3. verkündete – da begann ich etwas lockerer zu werden und nahm dann die letzten 150 m etwas das Tempo heraus, zumal ich mit den Luftballon Kinder, die mich begleiteten zusammen ins Ziel laufen wollte.
Hinter der Ziellinie musst ich mich erst mal auf den Boden fallen lassen – ich war kaputt und hatte nochmal alles herausgeholt beim Laufen – trotz Frankfurt.
Der Lohn: Gesamt 3. - Podiumsplatz – und eine absolut Super Leistung an diesem Tag.
Mal schauen was in Heidelberg geht !
Zumindest schnellere Wechsel sollte ich noch üben.
Ironman Frankfurt 2010
So – 2 Tage nach dem 2. richtigen Highlight des Jahres habe ich nun die Zeit kurz den Wettkampf zu reflektieren.
Eigentlich lief die unmittelbare Wettkampfvorbereitung gut u. ohne Probleme – ich hatte die letzten beiden Wochen nur noch kurze intensivere Einheiten auf dem Rad absolviert- Beim Laufen gab es auch nur gemäßigte bis lockere kurze Einheiten v.a. um sich an die Hitze zu gewöhnen.
Aber wie heißt es so schön – erstens kommt es anders, zweitens als man denkt.
So war es am Wettkampfmorgen mein SRM Gerät, dass mir unnötige Zeit raubte.
Der Magnet bei meinem Powercontrol 5 hatte sich über Nacht vom Rahmen (ist am dort unter dem Tretlager mit Spezialkleber festgeklebt) gelöst, so dass das Kabellende mit dem Magnet vom Rahmen hing.
Am Tag davor hatte noch alles einwandfrei funktioniert – schließlich hatte ich ja auch noch eine kurze Testfahrt absolviert!. Also was tun ?. Ich war kurz davor den Magnet vom Kabel abzureißen u. das Kabellende mit dem verbleibenden Tape des restlichen Kabels zu verkleben. Dann hätte ich mir aber die Wattmessung u. Trittfrequenzmessung zerstört u. einige teuere Euro für ein neues Kabel mit Magnet bezahlen können.
Also – Unter Zeitdruck nach einer anderen Lösung suchen – so kam mir der rettende Gedanke das komplette Kabel mit Magnet vom Rahmen zu lösen u. es um die Extensions des Aerolenkers zu wickeln u. mit dem Tape zu befestigen.
Die restlichen hektischen Minuten (Toilettengang, Umziehen, Beutel wegbringen etc.) erspare ich Euch im Detail. Nur soviel – mein Freundin Tine hatte mindestens genauso stressige Minuten zu durchleben wie ich.
5 Minuten vor dem Start war ich dann endlich im Wasser – entsprechend bescheiden daher mein Schwimmvorstellung – da ich aufgrund der knappen Zeit mich taktisch falsch positioniert hatte am Start. Ich war zu weit rechts außen u. der Kontakt zu der Ideallinie war zu weit weg bzw. durch die Teilnehmer blockiert, so dass ich mit einigen anderen Mitstreitern mehr schlecht als recht die erste Schwimmrunde absolvierte wobei ich sicherlich einige Meter Umweg geschwommen bin.
Der 2. Teil war etwas besser u. ich konnte auch einige Plätze gut machen.
Insgesamt war das Schwimmen jedoch nicht zufriedenstellend.
Wechsel war OK – rauf auf das Rad und los- komischerweise bemerkte ich, dass mein Puls doch erstaunlich niedrig für einen Ironman Wettkampf war. Er war ca. 10 Schläge unter dem normalen IM-Wettkampfpuls – Insofern kamen mir die ersten Zweifel, was das heute wohl für ein Tag geben würde.
Ich versuchte mich zu beruhigen u. meinen Rhythmus zu finden. Was mir dann auch gelang.
Nach den ersten 20-30 km bemerkte ich, dass ich den Puls zumindest auf dem Ausgangsniveau halten konnte u. er nicht weiter absackte. Also Schwamm drüber in weiterfahren.
Ich konnte nur überholen – und fand nach ca. 60 km einen Begleiter in Jörg Scheiderbauer, der auf mich aufgefahren war. So hatte ich (und er auch) einen Bezugspunkt.
In Runde 2 konnten wir Sandra Wallenhorst u. Yvonne van Vlerken ein u- überholen, die zusammen mit einigen Age-groupern zusammenfuhren.
Der 2. Wechsel: Langsam – aber ich brauchte hier etwas mehr Zeit um mich zu erholen.
Das Loslaufen fiel mir schwer – aber ich sagte mir – nur langsam – das rennen wird noch hart genug.
Auch hier wieder auffällig meine ca. 10 Schläge niedrigere Herzfrequenz. Aber ich ließ mich nicht verunsichern u. versuchte dies zu ignorieren u. einfach auf meinen Körper zu hören u. dadurch das ideale Tempo für meinen Marathon zu finden.
Dies gelang mir dann auch erstaunlich gut – ich hatte keine Magenprobleme wie sonst – in der 3. Runde wurde ich zwar etwas schwächer und langsamer – hatte aber keinen Einbruch oder ernsthafte Probleme. So konnte ich den Marathon gut u. relativ konstant zu Ende laufen.
Ärgerlich nur, dass ca. 200 m vor dem Ziel noch ein Age-grouper meiner Klasse mich überspurten musste u. ich somit statt 5. dann 6. in meiner Altersklasse wurde u. Gesamt 30.
Fazit:
Insgesamt bin ich mit Erreichten zufrieden. Sichere Hawaiiqualifikation – Konstanter Wettkampf ohne größere Probleme. Positiv auch meine Wettkampfernährung, die diesmal nicht zu Magenproblemen geführt hat.
Wie (fast) immer gibt es aber einige Punkte, die ich verbessern bzw. ändern möchte.
1. Die letzten Tage vor dem Start – absolute Regeneration – keine unnötige Hektik oder Erledigungen – frühestmögliche Startnummerabholung u. Bike Check-In.
2. Tapering optimieren keine zu intensiven Einheiten
Ich glaube, dass aufgrund dieser beiden Punkte meine Herzfrequenz niedriger war als normal.
Hawaii werde ich dieses Jahr (schweren Herzens) nicht starten. Zum einen gibt es Private Gründe, zum anderen muss ich meine Schwimmleistung komplett überarbeiten, um auf Hawaii eine für mich zufriedenstellende Leistung zu erzielen.
Dafür ist der Herbst 2010 zu kurz. Ich hoffe ich kann diesen hier in Deutschland nutzen, um neue Trainingsansätze zu bekommen.
Ich denke es ist nun im 4. Ironman-Jahr an der Zeit etwas an meinem Konzept zu ändern, damit ich weitere Verbesserungen erzielen kann u. der Spaß u. die Freude am Training erhalten bleiben.
Heidelberg Halbmarathon 2010
Saisoneinstand nach Maß – 2. Platz bei Heidelberger Halbmarathon !
Nun ist mein Saisonauftakt auch schon wieder vorüber – irgendwie schade, andererseits gut so. Im Einzelnen.
Saisonvorbereitung:
Über den Winter habe ich viele Laufeinheiten (notgedrungen) auf dem Laufband absolviert. Aufgrund des schlechten Wetters, der zur Verfügung stehenden Zeit und der lang andauernden bzw. früh einbrechenden Dunkelheit, konnte ich auch als Berufstätiger nur am Wochenende bei Tageslicht im Freien Laufen.
Aber zugunsten eines effektiven u. zeitsparenden Trainings entschied ich mich unter der Woche entweder vor dem Arbeiten oder in der Mittagspause auf dem Laufband des Venice Beach Fintnesstudios zu trainieren – Monoton, langweilig – werdet ihr denken. Ich machte jedoch aus der Not eine Tugend und arbeitete mir exakte Trainingseinheiten aus, die ich strikt nach Herzfrequenz absolvierte. So gelang es mir auch die Tempo – u. Intervalleinheiten (trotz schlechten Wetters) im gewünschten Maß zu absolvieren.
Ich hatte dadurch zwar etwas weniger Kilometer in den Beinen – dafür war die Qualität jedoch besser als in den letzten Jahren u. ich hatte mehr Zeit gewonnen.
Wettkampf:
Schon vor dem Start fühlte ich mich entspannter als das Jahr zuvor. Ich war zuversichtlich ein gutes Rennen zu absolvieren, da ich wusste gut trainiert zu haben. Zudem gelang es mir, mich so einzustellen, dass ich mich auf meine Leistung konzentrierte und falls eben jemand schneller laufen sollte als ich, dann hatte er es eben verdient vor mir zu sein.
Ich entschied mich seit langem mal wieder den Lauf mit der Herzfrequenzmessung zu laufen, da ich meine Daten und aktuellen Leistungsstand überprüfen wollte – zudem konnte ich dadurch auch ein 'Überzocken' v.a. an den Anstiegen vermeiden.
Von Beginn an liefen wir im relativ schnellen Tempo (3,20 min/km) los – ich fühlte mich gut und hielt mich daher immer an Position 1-3 des Feldes auf. Kurzzeitig bei km 3 überlegte ich, ob ich das Tempo nicht schon im Flachen etwas anziehen sollte, um die Konkurrenz mal zu testen, entschied mich jedoch dafür erst einmal abzuwarten was beim 1. Anstieg zum Philosophenweg alles passiert.
Dort fiel dann etwas unerwarteter Weise die erste Vorentscheidung. Ulrich Benz, der spätere Sieger (1,10 h HM, 2,28 Marathon, Berglaufspezialist) zog das Tempo derart an, dass die Spitzengruppe auseinanderflog. Klemens (Bollinger) und Frank (Horlacher) versuchten Ulrich zwar zu folgen, mussten jedoch auch schnell reißen lassen. Bei mir war in dem Moment der Puls schon so hoch, dass ich bei einer nochmaligen Tempoverschärfung erst einmal geplatzt wäre. Daher entschied ich mich mein eigenes Tempo am 1. Anstieg zu laufen, das Rennen ist ja noch lang genug – Andi Stähle u. der spätere 4. Platzierte gesellten sich zu mir, Frank und Klemens liefen den kompletten Anstieg zu zweit so ca. 20- 30 m vor uns.
Als es im Wald wieder flacher wurde entschied ich mich die Lücke zu den beiden wieder zu schließen – ganz nach vorne zu Ulrich Benz war der Abstand aber schon zu groß.
Bergab zum Kloster u. den direkt darauffolgenden Anstieg konnte ich schön immer mit konstant hohem Puls an der anaeroben Schwelle laufen.
Nach dem 2. Anstieg am Köpfel in Ziegelhausen merkte ich, dass die anderen wohl Probleme bekommen hatten u. eine Lücke von 20-30 m enstanden war.
Etwas überraschend für mich, da ich keine Attacke gestartet hatte. Ich entschloss mich, bergab richtig Fahrt aufzunehmen und dann die Verfolgung von Ulrich in die Hand zu nehmen.
Leider konnte ich ihn erst beim letzten Anstieg von Schlierbach Richtung Schloss sehen und bekam durch Zurufe der vielen Zuschauer mit, dass er ca. 60 sec. Vorsprung hatte.
Eigentlich zu viel für mich, um das Rennen noch gewinnen zu können. Trotzdem versuchte ich mein Tempo zu halten, da ich den 2. Platz absichern wollte u. noch eine kleine
Chance witterte, falls Ulrich Probleme bekommen würde.
Tatsächlich gelang es mir auch etwas näher an den Sieger heranzukommen, so dass es am Ende etwas mehr als 30 sec. Rückstand waren. Jedoch war sein Sieg ungefährdet, da er am 1. Anstieg einfach schon zu viel Vorsprung herausgeholt hatte.
Entgegen mancher Zeitungs- u. Medienberichte war ich dennoch hochzufrieden mit meiner Leistung, da es mir gelang den kompletten Wettkampf an meiner anaeroben Schwelle zu laufen, ohne dass der Puls irgendwann abfiel oder ich eine Schwächephase hatte. Folglich war ich topfit und habe das Maximum meiner Leistung abgerufen.
Einziger Wermutstropfen ist die Zeit, dass ich es um 2 Sek. nicht unter 1,15 h geschafft habe – auch dadurch bedingt, dass ich die 2. Hälfte alleine laufen durfte/musste u. so sicherlich ein paar Sekunden verloren gegangen sind im Vergleich zu den Vorjahren wo immer eine Spitzengruppe bis kurz vor Schluss zusammenlief.
(Bild – und Textmaterial folgen noch)
Nun freue mich auf gutes Wetter, Sonnenschein u. das vermehrte Radtraining auf meinem brandneuen Scott Addict R1 und dem Plasma Limited.
Vielen Dank gilt natürlich dem Sparkassen Orga-Team, insbesondere Ute Geckeis. Sie haben wieder eine grandiose Versorgung der Läufer des Laufteams Sparkasse gewährleistet. Das betrifft das Gesamtpaket von Anmeldung beim Halbmarathon bis hin zur Verpflegung und Massagen nach dem Wettkampf.
2009
Ironman Hawaii 2009
Aloha ! (12.10.2009)
Auch wenn es mir nicht leicht fällt über meinen Wettkampf etwas zu schreiben möchte ich Euch zumindest kurz berichten, wie es mir erging.
Beim Schwimmstart kam ich zunächst gut weg - geriet nach ca. 20 min aber in ein Motivationsloch weil ich irgendwie bemerkte, dass es nicht so richtig vorwärts ging, wie ich mir das vorgestellt hatte. Als ich endlich den Wendepunkt erreicht hatte konnte ich mich wieder einigermaßen fangen und hatte auch eine Gruppe gefunden mit der ich dann mitschwamm - auch wenn das Tempo nicht all zu schnell war. Ich hätte zwar überholen können um noch etwas schneller zu sein, dies hätte aber zu viel Kraft gekostet, da das Feld langgezogen war und ich nicht unnötig Kraft in Positionskämpfe vergeuden wollte.
Trotzdem war ich mit der Schwimmzeit nicht zufrieden - ich wollte unter 1:10 h bleiben.
Das Radfahren lief gut - Hier machte sich v.a. mein Wattmessgerät von SRM bezahlbar - ich fuhr genau nach Watt und Trittfrequenz - nahm bei den Wellen des Highways berghoch etwas Dampf raus und bergab achtete ich darauf nicht unter 200 Watt zu kommen - leider funktionierte die ersten Stunden meine Pulsmessung nicht, so dass ich ständig unregelmäßige Werte angezeigt bekam - von 87 bis 215 alles dabei ! Erst nach dem Wendepunkt in Hawi hatte sich die Pulsmessung auch wieder eingestellt un ich bekam realistische Werte angezeigt.
Mein radsplit von 4:53 war auch aufgrund der wieder einmal schwierigen Bedingungen (Gegenwind, Hitze) gut bis sehr gut.
Allerdings habe ich hier nach meine 1. Analyse einen Generalfehler begangen und zu wenig Flüssigkeit bzw. zu wenig isotonische Getränke (von den Verpflegungsstellen Gatorade) - während der gesamten Radstrecke nur 3 Flaschen Gatorade, die ich jeweils auch nur 3/4 leergetrunken habe bevor ich sie an den Verpflegungsstellen gegen volle austauschte.
Laufen:
Dies hat sich beim Laufen gerächt - ich kam zwar die ersten 10 Meilen durch Kona noch gut zurecht - aber als es dann die Palani Road auf den Highway hinaus ging, bin ich regelrecht geplatzt - ich konnte mich nur noch langsam - etwas schneller als im Walkingtempo fortbewegen - als ich dann auch noch bei Meile 13 einen Pit-Stop in den Büschen einlegen musste, weil ich wieder einmal Stuhldrang hatte, war es vorbei.
Ich war völlig leer und dehydriert - ich musst Gehpausen einlegen, bei denen ich an jeder Verpflegungsstelle alles zu trinken in mich hineinschüttete was es gab - v.a. Cola und Wasser- Letzteres schüttete ich auch mehrere Becher über meinen erhitzten Kopf.
Diese Gehpausen wurden dadurch zwar immer länger, aber ich benötigte die Flüssigkeit und Energie, wenn ich überhaupt noch die Finishline sehen wollte bzw. nicht einen längeren Aufenthalt im Medical Tent einlegen musste.
Ca. 3 Meilen vor dem Ziel - versuchte ich dann wieder zu laufen und sieh da nach anfänglichen Schwierigkeiten, kam ich wieder ins Laufen rein und konnte die letzten Meilen mit einem 6:30 Schnitt, was ca. einem 4 min Schnitt pro km bedeutet, hinter mich bringen - leider zu spät !
Die Gesamtleistung und die Gesamtzeit können mich natürlich nicht zufrieden stimmen, da es mein schlechtester Ironman war - mehr ging an diesem Tag aber einfach nicht und das habe ich akzeptiert.
Aber wie es so eben ist - aus jedem Ironman lernt man:
Ich muss mir einen genauen Ernährungsplan für den Wettkampf zurechtlegen Ich muss der Ursache meiner Verdauungsprobleme beim Ironman auf die Spur kommen. Es hat sich gezeigt, dass ich zu oft nach ca. 10-15 km Stuhldrang habe und auf die Toilette könnte, dadurch habe ich es auch noch nicht geschafft beim Ironman meine Laufleistung abzurufen wie ich das auf kürzeren Distanzen bis hin zur Mitteldistanz schaffe.
Mein Training- zumindest was die unmittelbare Wettkampfvorbereitung vor Hawaii anbelangt, passt - hier sehe ich keinen Veränderungsbedarf.
Ich hoffe ich bekomme die ersten beiden Punkte in Griff und kann endlich mal einen Ironman bestreiten bei dem ich in nahezu allen Disziplinen hinterher zufrieden bin.
See you next year in Frankfurt!
Aloha ! (09.10.2009)
Nun ist es also soweit morgen um 7:00 Uhr (für die Pros um 06:45) fällt der Kanonenschuss zum Start der Ironman Worldchampionship.
Ich fühl rmich gut heute morgen nach dem Aufstehen ein lockerer 2 Meilen Jog, danach hier im Hotelpool 10 min Schwimmen mehr steht auch nicht mehr auf dem Trainingsprogramm.
Habe fast alle Einheiten mit Frank (Horlacher) gemacht und das war auch gut so. Heute mittag geht es dann zum Einchecken, dann heim essen, danach noch mit meiner Herzallerliebsten chatten und dann ab ins Bett. Mal schauen wieviel Stunden Schlaf mir vergönnt sein werden
.
Aber ist auch egal die letzte Nacht ist nicht so entscheident.
Ich hoffe, dass ich mich gut fühle und einen erfolgreichen Ironman hinlege. Für alle die es interessiert Start MEZ ist um 19:00 Uhr Samstag abend.
Mehr Nachrichten nach dem Ironman.
Mahalo
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Aloha (08.10.2009)
Nun bin ich also wieder hier auf Hawaii bei dem größten und prestigeträchtigsten Ironman des Jahres den inoffiziellen Weltmeisterschaften.
Kurz zu meiner Vorbereitungsphase auf diesen einmaligen Wettkampf: Eigentlich dachte ich ich hätte mit Frankfurt meine härteste Zeit hinter mir jedoch meinte es das Schicksal nicht gut mit mit mir und ich hatte einige unfallbedingte Verletzungen und einen üblen Magen-Darm-Virus wegzustecken.
So bin ich erstmal froh hier überhaupt am Start zu sein.
Die Bedingungen sind wie immer heiß und unberechenbarer Wind aber irgendwie freue ich mich auf das Rennen. Ich fühle mich soweit ganz gut und das Material passt auch also kann am Samstag eigentlich nichts mehr schiefgehen. Ich werde mich nochmal vor dem Raceday melden und die aktuellen Neuigkeiten durchgeben.
Bis bald und hang loose
Mathias
Heidelbergman
13. Platz, 1. Platz AK
Die Woche vor dem HD-Man nutzte ich nach meiner Wiedergenesung u. dank des guten Wetters sowie mangels Zeit für einige kurze intensive Bergeinheiten auf dem Rad.
So fuhr ich Di,Mi u. Do jeweils einige Anstiege vor meiner Haustür (Weißer Stein, Königsstuhl ect.) hoch u. testete mal meine Bergform sowie meine Wattmessung.
Natürlich war mir klar, dass ich somit keinen Blumentopf beim HD-Man am Sonntag gewinnen konnte aber die Wettkämpfe des RNTC dienen hauptsächlich als harte Trainingseinheiten. Ich kann es mir nicht leisten mich gezielt auf diese Wettkämpfe vorzubereiten u. gleichzeitig noch alles andere (Arbeit, Beziehung, Urlaub mit Tine, Regeneration, IM-Vorbereitung) unter einen Hut zu bringen.
Daher hatte ich nicht allzu große Erwartungen an den Wettkampf.
Beim Schwimmen konnte ich einen guten Start hinlegen – verlor aber mit zunehmender Dauer etwas die Kontrolle u. Orientierung (u.a. auch da meine Brille angelaufen war)
Besonders ärgerlich war jedoch, dass ich in der Wechselzone ca. 1 Min verlor, da ich nicht aus meinem Neoprenanzug herauskam u. ich damit viele Plätze zusätzlich verlor u. dies auch zu Lasten meiner Radzeit (beide Wechsel waren hierin enthalten) ging.
Schwimmen insgesamt ausreichend aber schlechter als in Ladenburg – die Herzfrequenz war viel zu niedrig für eine Kurzdistanz. Da war ich auch etwas überrascht als ich die Auswertung am PC sah. Ich habe mich fast durchgehend im GA 1 Bereich bewegt- erst gegen Ende des Schwimmens u. beim Ausstieg in die Wechselzone ging er in den GA 2 Bereich.
Beim Rad musste ich daher von Anfang an Vollgas geben – über die alte Brücke u. durch die Altstadt aber wieder abbremsen, da zu dichter Verkehr herrschte. Erst als es die Serpentinen bergauf Richtung Schloss ging konnte ich beschleunigen u. meinen Rhythmus finden.
Ab da lief es auch ziemlich rund.
Ich konnte wie gewohnt viele Plätze gutmachen und musste nur bei der letzten Abfahrt in einer der letzten Serpentinen Richtung Altstadt anhalten u. mich um 180 Grad drehen, da ich auf dem nassen Untergrund eine Kurve nicht bekommen hatte.
In der Wechselzone angekommen zeigte mein Tacho eine 1:13:05 h – und das mit jeweiligen Radschieben vom bzw. zum Wechselplatz – d.h. ich habe ca. 2,5 Minuten für das Neoprenausziehen beim 1. Wechsel u. das Schuhe anziehen beim 2. Wechsel benötigt – eindeutig mind. 1 Min zu viel u. langsamer als normal. – In Ladenburg lief das noch viel besser !
Beide Wechsel schwach – Radfahren (auch Herzfrequenz u. Wattleistung) stark.
Mein Laufen war bescheiden – ich quälte mich mehr oder weniger über die 10 Km v.a. berghoch - ohne richtigen Druck ausüben zu können. Entsprechend meine Laufzeit, die eigentlich 1,5 Min schneller hätte sein können.
Hier habe ich die harte Trainingswoche u. die vorherigen Wochen mit dem IM Frankfurt u. anschließender Verletzung noch am meisten gespürt.
Fazit:
Als Trainingswettkampf oK. Ich werde jetzt ein paar Tage lockeres Training absolvieren, bevor ich mit der gezielten Hawaii-Vorbereitung anfange.
Viernheim werde ich noch mitnehmen – ein schöner Wettkampf, er bietet mir auch die Möglichkeit ein intensives Training unter Wettkampfbedingungen zu absolvieren.
Römerman Ladenburg
Nach einer verletzungsbedingten Auszeit hatte ich mich kurzfristig entschlossen doch in Ladenburg beim Heimwettkampf zu starten.
Zwar war ich etwas unsicher was meine Form ca. 3 Wochen nach dem IM Frankfurt und der Verletzung anbelangt, aber ich hatte ja nichts zu gewinnen oder zu verlieren.
Außerdem wollte ich auch das neue SRM-System unter Wettkampfbedingungen testen.
Schwimmen
Relativ kaltes Wasser – dafür Super Strömung !!! Wenn doch jedes Schwimmen so einfach wäre. Dadurch gab es allgemein schnelle Schwimmzeiten und die Rückstände hielten sich die in Grenze – ich kam mit ca. 3,5 Min. Rückstand auf die Spitze aus dem Wasser.
Radfahren
Guter Wechsel – ab aufs Rad und los – konnte gleich gut Tempo machen u. in der Ebene viele Plätze gutmachen. In Dossenheim zum Steinbruch hoch, dann weiter zum weißen Stein – bei dem langen Anstieg hatte ich so meine liebe Müh und Not – ich hatte große Probleme richtig Kraft auf die Pedale zu bringen – vom Puls aus war die Belastung aber ok.
Bergab Richtung Schriesheim konnte ich es hingegen Laufen lassen und machte wieder Zeit gegenüber vor mir liegenden Fahrern gut – den 2. flacheren Anstieg zur Ursenbacher Höhe kämpfte ich mich so durch, um dann in der Abfahrt wieder so richtig Gas zu geben. Den letzten welligen Teil zurück nach Ladenburg lief dann richtig gut und ich konnte kurz vor der Wechselzone auch meine Mannschaftskollegen Henry, Lorant u. Fabian überholen.
Zum Radfahren: am Berg schwach, bergab u. in der Ebene hingegen stark.
Laufen
Wieder guter Wechsel – schnell meinen Rhythmus gefunden, den ich auch gut durchlaufen konnte – allerdings fehlte mir der letzte Punch, der für schnelle Laufzeiten auf der Kurzdistanz erforderlich ist- So habe ich hier den IM Frankfurt noch am meisten in den Knochen gespürt – Die Herzfrequenz war zwar hoch aber das mir bekannt schnelle Tempo auf den kürzeren Distanzen (5 -10 km) konnte ich nicht laufen.
Dennoch bin ich unter den Gesamtumständen mit der Leistung zufrieden – 11. Platz und das sogar noch vor Timo (Bracht), dem der IM sicherlich noch mehr im Körper steckte als mir.
Ironman Frankfurt 2009
So – der härteste (vielleicht auch 2 härteste) Tag des Jahre ist vollbracht.
Aber von Anfang an:
Schwimmen:
Beim Anziehen des Neos bemerkte Tine, meine Freundin, ein kleines ca. 2 cm großes Loch auf der linken Seite kurz unterhalb der ersten Rippe.
Na toll – dachte ich, das geht ja schon einmal gut los. Aber so kurz vor dem Start hieß es jetzt einfach Ruhe bewahren u. nach vorne schauen – Beheben konnte ich das Problem nun ja ohnehin nicht mehr.
Also ging ich schnell zum Schwimmstart u. reihte mich in der 1. Startgruppe ein, was schon ein großer Vorteil ist, da es weit aus weniger Gedränge u. Keilerei gibt.
So konnte ich auch einen guten Start absolvieren ohne größere Probleme – diesmal war die Schwimmstrecke definitiv nicht zu kurz wie das letzte Jahr. Jedenfalls war die erste Runde bis zum Landgang wesentlich länger als im Vorjahr. Schon vor dem Landgang spürte ich, dass auf der linken Seite meines Neos Wasser eintrat, was mich natürlich störte u. auch objektiv zu einem ungleichmäßigerem Schwimmen führte – es sammelte sich hierbei Wasser hinter dem Rücken an - beim Landgang merkte ich wie das eingedrungene Wasser in die Beine hineinging. Das Loch hatte sich auf ca. 3-4 cm Größe ausgedehnt.
Trotzdem versuchte ich in der 2. Runde mich davon nicht unnötig beeinträchtigen zu lassen, was mir auch gut gelang.
1:01 h ein noch akzeptable Leistung unter den genannten Voraussetzungen. Ich denke eine 59 er Zeit wäre mit ,ganzem` Neo drin gewesen.
Radfahren:
Irgendwie kam ich nicht so richtig in Tritt – es viel mir nicht so leicht wie erhofft, das Tempo u. die Fahrt aufzunehmen.
Nach und nach sammelte ich die Personen ein und hatte dadurch entsprechend Motivation noch weiter nach vorne zu kommen.
In der zweiten Runde konnte ich endlich die führenden Frauen ein – und überholen, die jeweils von männlichen Agegroupern ,begleitet` wurden.
Gut war, dass ich keinen spürbaren Leistungseinbruch nach ca. 120/130 km hatte wie letztes Jahr an gleicher Stelle. So konnte ich die 2 Runde gut zu Ende bringen.
Laufen:
Die 1. Runde konnte ich noch den Abstand zu den vor mir laufenden Eneko Llanos annähernd konstant halten u. lief einen Schnitt von 04:04 min/km.
Jedoch ab der 2. Runde wurde ich wieder spürbar langsamer – irgendwie fühlte ich mich ab diesem Zeitpunkt auch nicht so wohl wie sonst bei vergleichbaren Trainingseinheiten.
Mein Ziel den Marathon möglichst konstant so knapp über 4 min/km zu laufen musste ich ad acta legen. Es war jetzt nur noch ein Kampf mit mir und der Distanz.
So langsam bekam ich wieder ein paar Magenprobleme aber insgesamt nicht so schlimm wie letztes Jahr.
Nach endlosen 42 km kam ich nach 08:59 min ins Ziel – glücklich u. zunächst mal zufrieden unter den gegebenen Umständen noch unter 09:00 h gefinisht zu haben u. die Hawaii-Quali 2009 sicher unter Dach und Fach zu haben.
Viele Dank an die vielen Fans – v.a Freunde und Bekannte an der Strecke, die mich tatkräftig unterstützt haben.
Besonders großen
Fazit:
Im großen und ganzen bin ich mit dem Wettkampf noch zufrieden (es hätte auch schlimmer kommen können).
Mit einigen Tagen Abstand stehe ich nun vor der Wettkampfanalyse:
Verbessern möchte ich meine Laufleistung nach dem Radfahren. Gemäß meinem Laufvermögen bin ich einfach zu langsam – auch subjektiv fühle ich mich bereits auf den ersten Kilometern zu schlapp.
Ein wichtiger Punkt ist hierbei die Ernährung beim Radfahren.
Tapering – v.a. die letzten 2 Wochen vor dem Wettkampf.
Schwimmen: ich muss einfach versuchen 2-3 min. schneller zu schwimmen um dann in Schlagweite meiner unmittelbaren Konkurrenten (Age-groupern) zu sein.
Ironman-Rennen haben sich auch insoweit geändert, dass das Schwimmen immer wichtiger wird, um dann beim Radfahren entsprechend Kontakt zu den anderen Athleten zu haben und nicht ganz auf sich allein gestellt zu sein.
Nur so kann man Kräfte für den abschließenden Marathon sparen und macht in der Regel sogar noch Zeit beim Radfahren gut, da man in regelkonfomer Zusammenarbeit die Gruppe vorantreibt.
Triathlon Maxdorf Mitteldistanz (2-85-20)
Gelungene Generalprobe für Frankfurt
9. Gesamtrang in 4:03:42 h. (2. der Altersklasse hinter Gesamtsieger Normann Stadler)
Nach einem etwas chaotischen Schwimmstart, bei dem ich gleich auf den ersten Metern einen Fußtritt auf meine rechte Backe bekam, ging es bis zur ersten Boje (ca. 500 m) hektisch weiter. Wie nicht anders zu erwarten, befand ich mich inmitten eines großen Pulks, so dass ein geordnetes gleichmäßiges Schwimmen nur schwer möglich war.
Nach der 1. Wendepunktboje wurde es dann besser u. ich fand langsam meinen Rhythmus u. konnte zu einigen Schwimmern vor mir aufschließen.
Die Wechselzone erreichte ich nach ca. 30-31 min – auf 2 km für mich eine ganz passable Schwimmzeit. Leider hatte ich beim Wechsel Probleme aus meinem Neo herauszukommen, so dass ich ca. 40-50 sec. verschenkte. Allerdings auch nicht so verwunderlich, da ich diese Saison erst 2x mit Neo geschwommen bin.
Aber bis Frankfurt habe ich ja noch ein paar Tage um dieses Problem wieder in den Griff zu bekommen.
Auf dem Rad versuchte ich gleichmäßig zu fahren u. nicht unnötig Kraft zu vergeuden.
Berghoch (2x der Anstieg zur Lindemannsruhe – jeweils ca. 400 HM) hatte ich allerdings ein paar Probleme, was eigentlich für mich als eher starker Bergfahrer ungewöhnlich war.
Dafür konnte ich auf den Geraden und welligen Teil der Strecke ordentlich Druck ausüben und viele Plätze gutmachen. So ging ich als Gesamt. 14. auf die Laufstrecke
Ich denke, dass mir auf dem Rad noch etwas die Kraft gefehlt hat.
Das Laufen lief durchweg gut – auch die Energieversorgung (4 Gels) konnte ich ohne Probleme bewerkstelligen. 1:12:43 h für die 20 km (3. beste Laufzeit, 1 sek langsamer als Michael Göhner, 18 sek. langsamer als der schnellste Läufer).
Hätte ich im Ziel nicht die 2. u. für die Endzeit entscheidende Box zur Zeitnahme vergessen, wäre ich sogar noch ca. 10-15 sec. schneller gewesen. So musste ich noch mal kurz zurück u. mein Handgelenk mit dem Transponder über das Zeitnahmegerät ziehen.
Irgendwie etwas komisch, da ca. 5 m vor dem Zielbanner u. auch ca. 5 m dahinter 2 Zeitnahmegeräte standen, wobei nur das letzte für die Zeit entscheidend war.
Insgesamt war es eine gelungene Generalprobe für Frankfurt und ich mich in meinem Training und Vorbereitung für Frankfurt bestätigt gefühlt habe.
Wettkämpfe Ba-Wü Liga
Wettkampfbericht Waiblingen (10.05.2009)
Am Wochenende war mein erster Triathlontestwettkampf (500 m– 20 km– 5,4 km) der Saison in der 1. Ba-Wü-Liga für den LSAV Ladenburg.
Schwimmen lief (noch) schlecht, Radfahren fehlte mir die Spritzigkeit und die Kraft an den kleinen Anstiegen, dafür hatte ich beim Laufen noch relativ gute Beine, so dass ich als Schnellster unserer Mannschaft mit 59:27 min ins Ziel kam. Insgesamt wurden wir mit unserer Mannschaft 11. (von 16), was für einen Aufsteiger nicht so schlecht ist.
Anbetracht dessen dass ich am Vortag noch zügige 184 km geradelt bin u. auch die Woche über noch hart trainiert hatte, bin ich mit dem Ergebnis zufrieden. Zumal sich meine Beine im Wettkampf noch gut angefühlt haben u. auch die Herzfrequenz noch relativ weit nach oben ging. Auch mit meiner Regenerationsfähigkeit bin ich sehr zufrieden.
Für Frankfurt werde ich meinen Fokus nun auch vermehrt auf das Schwimmen legen – da ich hier noch Nachholbedarf habe.
Heidelberg Halbmarathon 2009
1. Härtetest Heidelberger Halbmarathon
Mein Einstieg in die Saison beim Heidelberger Halbmarathon ist sehr gut verlaufen. Bei einem meiner Lieblingsrennen (sehr anspruchsvoller Kurs mit ca. 400 Höhenmetern), das ich 2007 und 2008 schon gewinnen konnte, lief ich auf Platz 3 mit einer neuen persönlichen Bestzeit von 1:16:01 h.
Die letzten Kilometer mit dem langen und kräftezehrenden Schlussanstieg zum Heidelberger Schloss, den Serpentinen hinunter zur Altstadt und der Zielgeraden in der Fußgängerzone waren sehr spannend und ich konnte mit einem starken Finish den 3. Platz erkämpfen, wobei ich nur knapp den beiden Führenden unterlegen war.
Vorbereitung für IM Frankfurt läuft genau nach Plan
Mathias Pfähler
