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Mannheimer Halbmarathon - Training - Race - Day
Kurzfristig habe ich mich entschlossen am Samstag (12.5.2012) ein harte Koppeleinheit zu absolvieren.
So meldete ich mich am Samstag morgen beim Mannheimer Halbmarathon an. Die Laufsachen und die Startunterlagen deponierte ich dann gleich bei Christian, einem Bekannten, der ca. 1 km vom Wasserturm (Start u. Ziel) entfernt wohnt.
Zurück in Dossenheim machte ich mich fertig für die Radausfahrt. Schnell nach Weinheim geheizt zu Radsport Micha Wagner, um Sebastian abzuholen, der ebenfalls die Koppeleinheit mitmachte. Als kleine Gruppe mit 4 weiteren Radfahrern fuhren wir über den Odenwald runter ins Neckartal nach Hirschhorn über Heidelberg, Ladenburg nach Mannheim. Geplant waren 4 h im GA 1 Bereich. Nicht immer einfach für mich, denn gerade wenn es wellig oder berghoch geht, gebe ich doch lieber etwas mehr Gas. Hier leistet aber eine Wattmessung gute Unterstützung - mittlerweile orientiere ich mich auch mehr daran, als an irgendwelchen Pulswerten.
Von der Kreidacher Höhe hinunter nach Hirschhorn konnte ich es mir dann doch nicht nehmen lassen etwas schneller zu fahren und meine Wattmessung sollt vorne immer eine 3 stehen haben ;.). In der Ebene fuhren wird dann aber wohl dosiert.
In Mannheim angelangt, fuhren wir noch einen Teil der Halbmarathonstrecke ab. So konnte ich sie wenigstens kennenlernen und wir merkten sofort wie die Windverhältnisse waren - Zum Anfang aus Mannheim heraus mit Rückenwind, zurück ab Km 11 bis ca. km 17/18 mit Gegenwind.
Nach einem kurzen Stopp in unserer ,Wechselzone` bei Christian hatte ich 112 km auf dem Tacho knapp 3,5 h. Umziehen, kurz etwas trinken und noch ein Gel - so ging es vor zum Start.
Ich reihte mich gleich vorne links außen ein. Als der Startschuss erfolgte stürmten erwartungsgemäß die Afrikaner sofort los u. auch einige andere Athleten versuchten mit einer Pace von ca. 3:10 min/km den Abstand zur Spitze möglichst gering zu halten. Ich ließ mich nicht mitreisen u. legte den 1. km in 3:20 min/km zurück. Ab dann versuchte ich meinen Rhythmus aufzunehmen u. in einen gleichmäßigen, möglichst entspannten Schritt zu kommen. Dies gelang mir gut, ich konnte so allmählich einige schneller gestartete Athleten ein- und überholen. Ab Km 9 konnte ich die erste 3er Verfolgergruppe um Patrick Klein einholen. Ich lief ca. 1 km mit, bis ich merkte, dass mir die Pace doch etwas zu langsam war u, ich nahm wieder mein vorheriges Tempo auf - die 10 Km Durchgangszeit lag bei 34:38 min.
Ganz gut unterwegs - wohlwissend, dass wir bis dahin Rückenwind hatten. Mir war also klar, dass es auf der 2. Hälfte etwas langsamer werden könnte.
Von da an hatte ich mit dem später 7. Platzierten Äthiopier einen guten Bezugspunkt, da dieser immer ca. 60 m vor mir lief und exakt die gleich Geschwindigkeit lief. Ich konnte noch einen Läufer überholen und jagte weiterhin den Äthiopier der sich einige Male umdrehte, weil er wohl dachte, dass ich noch näher an ihn heranlaufen kann.
Dem war jedoch nicht so - aber es half mir mich an ihm zu orientieren und nicht aus den Augen zu lassen, so dass auch im Ziel er noch gut die 60 m Vorsprung hatte.
Als es Richtung Ziel ging drehte ich mich noch einmal kurz um, um zu sehen ob nicht noch jemand von hinten kommt. Niemand zu sehen - gut so, also konnte ich ohne größeren Stress dem Ziel entgegenlaufen.
Sofort nach dem Ziel wurde ich als 2. Bester Deutscher (hinter Mathias Müller) und Gesamt 8. vom Streckensprecher begrüßt und gleich von der Presse interviewt.
Leider ist die aktuelle Ergebnisliste noch fehlerhaft, da zeitgleich ein gewisser Guido Wiedner als 8. Platzierter vor mir geführt wird. Kann aber nicht sein, da unsere Nettozeit 1:13,58 h identisch ist und die Bruttozeit nur 1 sek. Differenz aufweist und ich beim Zieleinlauf mutterseelenallein war. Zudem kann ich mich gut an den Namen erinnern, da er in der genannten 3er Gruppe um Patrik Klein war, ein Laufshirt mit dem Aufdruck Wiedner-Geigenbaum und Kompressionsocken trug. Die Gruppe ließ ich aber bei km 10 hinter mir u. ich konnte auch keinen mehr in Zielnähe beim Kontrollblick nach hinten sehen.
Fazit:
Sei´s drum - ich bin rundum zufrieden. Gute Stimmung am Streckenrand, viel Anfeuerung durch Bekannte (echt Klasse -Danke für Eure Unterstützung !) aber auch allgemein viele Zuschauer am Streckenrand.
Das Trainingsrennen hat mir gezeigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin, um in Frankfurt so richtig abzurocken und einen ,raus zu hauen`.
Ausblick:
Verlängertes Wochenende - Umfangtraining - viel Rad. Die Deutsche Duathlon DM Langdistanz streiche ich dafür (schweren Herzens) von meinem Wettkampfkalender. Es wird sonst zuviel - da auch noch einige private Highlights kommen und sportlich gesehen Frankfurt und die optimale Vorbereitung darauf absolute Priorität genießen. Außerdem wartet auch der Berufsalltag auf mich.
Saisonauftakt HD HM
3. Platz - müde Beine aber zufrieden.
Es war wieder ein grandioser Wettkampf - der Heidelberger Halbmarathon ist einfach
einzigartig und super hart. Auch wenn ich nicht wie erhofft gewinnen konnte, bin ich dennoch
zufrieden. Unter die ersten 3 zu kommen ist immer ein Erfolg, zumal wenn man alles
gegeben hat und 2 Läufer gestern einfach besser waren. Glückwunsch !
Zum Rennverlauf:
Die ersten 7 km flach hatte ich das Gefühl das wir uns gegenseitig schon etwas belauerten,
auf der einen Seite sollte das Tempo schnell sein, um das Feld schon etwas auseinander zu
nehmen, auf der anderen Seite darf man natürlich nicht schon alle Körner verschießen, um
dann am Berg regelrecht zu stehen.
So gesehen war es bis zum 1. Anstieg ein ,kleines` Ausscheidungsrennen. Wobei ich etwas
verwundert war, dass wir zum Einstieg Philosophenweg nur noch zu dritt (Luca Bongiovanni,
Tobias Balthesen, der für Luca das Tempo hochhielt, und ich) waren. Der spätere Sieger
Ulrich Benz hatte zu diesem Zeitpunkt eine kleine Lücke von ca. 20 m.
Dann ging wie ich vermutet hatte, Tobias Balthesen aus der Führungsarbeit und Luca zog
an uns vorbei, jedoch nicht so schnell wie Ulrich Benz, der uns alle ein- und überholte.
Die Jungs sind eben doch ca. 10 Kilo leichter, was sich am Berg besonders bemerkbar
macht und ich hatte sie in der Ebene doch nicht so müde laufen können, damit ich eine reelle
Chance berghoch gehabt hätte.
Zudem hatte ich nicht meinen allerbesten Tag - da mir doch etwas die Spritzigkeit und
die frischen Beine fehlten. Also musste ich berghoch eben mein eigenes Tempo laufen,
wohlwissend, dass das Rennen noch lange genug sein würde und es noch genügend
Passagen gibt, auf denen ich einen kleinen Rückstand aufholen konnte.
Den restlichen nicht so steilen Teil des 1. Anstiegs konnte ich auch wieder gut meinen
Rhythmus aufnehmen. Der Rückstand auf die ersten beiden vergrößerte sich kaum. Ich lief
ca. 50 m hinter Luca u. 100 m hinter Ulrich.
Auf der Bergabpassage zum Kloster nach Ziegelhausen konnte ich zwar etwas Zeit
gutmachen, diesselbige ich dann zum Köpfel hoch wieder verlor. Runter nach Ziegelhausen
und im Flachen durch die Innenstadt Ziegelhausen über die Brücke nach Schlierbach das
gleiche Spiel. Bergab gewann ich etwas - im Flachen verlor ich ein bisschen.
Insgeheim setzte ich nun auf den letzten Anstieg und hoffte, dass die beiden vor mir
vielleicht etwas nachließen. Jedoch keine Chance, sie konnten ihr Tempo halten und ich
konnte dies auch - aber nicht mehr !
Folglich war der Zieleinlauf so wie nach 8 km auf dem Philosophenweg. Hätten wir das
vorher gewusst, dann hätten wir uns die restlichen Km sparen können
Was ist mein Fazit: Ich bin zufrieden - ich habe gemerkt, dass ich die Schnelligkeit habe, um
auch mit den Topläufern im Flachen mitzuhalten.
Ich habe gestern das Maximal Mögliche herausholen können, das zeigen auch meine
Pulswerte. Auch wenn meine Beine an diesem Tag nicht Bestform hatten. Aber das gehört
eben auch dazu, dass man am Tag X zu 100 % topfit am Start steht und in der unmittelbaren
Wettkampfvorbereitung/Tapering keine kleinen Fehler macht.
Die Kunst ist eben genau die Mischung zwischen kurzen Belastungen und ausreichend
Regeneration zu finden.
Dazu gehört auch, dass man vor anderen unliebsamen Überraschungen verschont bleibt.
So hatte ich am Freitag Mittag noch einen kleinen Zwischenfall (beim lockeren Auslaufen
streifte ich einen Zaunpfahl), so dass ich am Unterarm genäht werden musste. Dumm
gelaufen - aber zum Glück hatte ich keine größeren Schmerzen und es war auch nicht
weiter schlimm.
Beim Laufen beeinträchtigte mich die Wunde/Naht auf keinen Fall. Man ärgert sich nur über
die Situation und das Zustandekommen.
Aber eines ist klar: Dies sollen keine Entschuldigungen sein - Ulrich hat verdient gewonnen.
Er war gestern einfach der Schnellste, genauso wie Luca verdient Zweitplatzierter wurde.
Auf eine Neues, Nächstes Jahr - ich komme wieder !
Alle Jahre wieder......
Sonntag ist Renntag ! Alle sprechen über das Wetter und Zeiten. Mich kann nichts mehr überraschen - ich bin 2011 in Frankfurt beim Ironman bei nasskalten Temperaturen und strömenden Regen sowie auf Hawaii in sengender Hitze gut durchgekommen.
Ich bin Top vorbereitet und freue mich auf schwüles warmes Wetter - ... und eine schnelle Zeit.
Bis bald15.3.2012
Der Trainingsumfang schraubt sich so allmählich nach oben - was ich auch daran merke, dass ich mehr Hunger und Appetit habe
. Dieses Jahr habe ich nicht zu früh mit dem umfangorientierten Training begonnen (auch zeitlich bedingt). So habe ich bisher noch keine lange Radeinheit über 3,5 h oder einen langen Lauf über 2 h absolviert. Ist aber auch nicht notwendig - da ich keinen Ironman oder Marathon im Frühjahr mache sondern erst am 08.07.2012. Auch für den HD Halbmarathon brauche ich nicht die langen Läufe (km 30 +).
Vielmehr arbeite ich an der Verbesserung meiner Bewegungsabläufe und Ökonomie. Schließlich gilt es auch hier Potentiale zu finden und nicht nur jahrelang demselben Bewegungsmuster zu verfallen.
Fixpunkte bei den Wettkämpfen sind der Heidelberger Halbmarathon, Ironman Frankfurt und der Römerman in Ladenburg.
Zum Ironman: Oft werde ich gefragt, warum ich an keinem anderen Ironman teilnehme. Eigentlich ganz einfach: Zeit und Geld.
Würde ich einen anderen Ironman (außer Zürich, Klagenfurt, Regensburg) machen, ist dies in der Regel zu einem früheren Zeitpunkt. Folglich müsste der gesamte Trainingsaufbau früher stattfinden. Aufgrund unserer Jahreszeiten in Deutschland, müsste ich dann auch mindestens ein Trainingslager im Winter (ca. 2 Wochen) einplanen. Das hieße 2 Wochen Urlaub u. finanzielle Ausgaben. Hinzu kommt die Reise zum Wettkampf - was wieder Urlaub u. Kosten verursacht.
Möchte ich dann noch einen privaten Erholungsurlaub (so heißt das wirklich für Arbeitnehmer) einfügen sowie einen Hawaii Start realisieren, dann bedeutet dies wieder, na ja ihr wisst schon .... und Hawaii ist mit Vorbereitung, Reise, Aufenthalt und Start auch kein Geschenk, was einfach so vom Himmel fällt.
Wie ihr seht, soviel Urlaub habe ich gar nicht, um all diese Bedürfnisse zu befriedigen. Infolgedessen bin ich auf den bestmöglichen Kompromiss angewiesen. Das ist eben mit Frankfurt der Fall. Kurze Wege, keine lange Anreise, geringere Kosten, ich muss keinen Urlaub einplanen, keine Akklimatisierung erforderlich, kein Jetlag, verkürzte Regenerationszeit usw.
Aber wer weiss, was in der Zukunft alles passiert. Sag niemals nie....
13.12.2011
Winterzeit - Trainingszeit ?
Bisher hat sich der Winter ja eher von seiner angenehmen Seite gezeigt und bis auf etwas Regen sind die Temperaturen doch noch angenehm. Trotzdem bin ich gerüstet für kältere Tage - vor allem was das Radtraining anbelangt. Da ich momentan doch wenig Lust zum Laufen habe, fahre ich eben hauptsächlich Rad; mit dem Crosser (zur Arbeit), etwas Spinning und MTB am Wochenende. Macht richtig Spaß, auch wenn es mal leicht regnet (selbst für mich Schönwetterfahrer) und ich kann während den kurzen Ausfahrten (ca. 1- 2 h) so richtig Gas geben, so dass meine Schnelligkeit u. Fitness zurzeit richtig gut ist. Manchmal fühle ich mich an meine MTB Zeit zurückversetzt - 1 h Vollgas; ständig mit Laktatüberschuss in den Beinen, gerade wenn Du anfängst Dich wieder etwas zu erholen folgt die nächste Rampe...mit Highspeed. Die Grundlagenausdauer stellen wir mal hinten an J.
An dieser Stelle auch großen Dank an Micha (Wagner) und sein Team sowie an Scott, die mir es ermöglichen, dass ich für den Winter mit Top-Material ausgestattet bin.
Dazu noch mein Schwimmtraining, bei dem ich Dank Erica so langsam Fortschritte mache. Auch wenn es nicht gerade einfach ist, wenn man jahrelang nicht mit dem Wasser befreundet war.
Grüße
Matze
Train safe and happy.
17.1.2012
2012 - wieder ein neues Jahr mit neuen Zielen. Der Formaufbau wird etwas anders gestaltet sein. So werde ich versuchen im Frühjahr etwas mehr auf dem Rad zu machen und hoffe, dass bis dahin auch meine Schwimmleistung erheblich besser ist als in den Vorjahren (was eigentlich nicht schwer sein dürfte, könnte man meinen).
Porträt
Ich bin seit 2003 passionierter Triathlet. Zu meinen Stärken gehören Ausdauer, Belastbarkeit, Ehrgeiz, Siegeswillen... More...
Wettkämpfe
- 29.04.12 Heidelberg Halbmarathon
- 12.05.12 Mannheim Halbmarathon?
- 20.05.12 Duathlon Deutsche Meisterschaften in Falkenstein
- 10.06.12 Challenge Kraichgau
- 16.06.12 Sprintwettkampf Haßmersh.
- 24.06.12 Sprint in Lampertheim
- 08.07.12 Ironman Germany
- 21.07.12 Römerman Ladenburg
- 29.07.12 Heidelbergman
- 19.08.12 Viernheim Triathlon
- Oktober 2012 Überraschung



